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Ford GT: Mücke will beim „Ring“-Kampf stechen

19. Juli 2016

Laut wird es und sicherlich spannend, wenn die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am Nürburgring gastiert. Neben den Hybrid-Superstars von Porsche, Audi und Toyota, die in der LMP1 um Punkte kämpfen, werden auch die LMP2-Fahrzeuge und jene Renner der GTE-Pro-Klasse zu sehen sein, die schon in Le Mans zu den heimlichen Favoriten der Fans geworden sind: die grandios klingenden Ford GT.

Und der in Köln ansässige Hersteller hat sich für den „Ring“-Kampf in der Eifel viel vorgenommen. „Wir sind hier, um zu gewinnen“, sagt Stefan Mücke, einer der renommierten Ford-Piloten. Der Autobauer ist erst 2016 wieder in die Langstrecken-WM eingestiegen und hat genau wie 50 Jahre zuvor mit dem GT40 beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans aus dem Stand heraus einen Sieg über Ferrari errungen.

Ruhmreiche Vergangenheit: Mit dem GT40 deklassierte Ford 1966 die gesamte Konkurrenz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Ruhmreiche Vergangenheit: Mit dem GT40 deklassierte Ford 1966 die gesamte Konkurrenz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
Copyright: Ford

Siege beim Langstrecken-Klassiker in Le Mans

Der Triumph über die Rennwagen aus Maranello hatte seinerzeit eine besonders pikante Note, weil Ford zuvor versucht hatte, Ferrari zu kaufen. Patriarch Enzo Ferrari wollte damals allerdings die Kontrolle über die Rennaktivitäten behalten, sodass Henry Ford die Verhandlungen entnervt abbrach und seine Ingenieure mit dem Bau eines eigenen Rennwagens beauftrage. Der heute geradezu mystisch verehrte GT40 war geboren – und er machte seine Sache ausgezeichnet. Von 1966 bis 1969 gewann er den Langstrecken-Klassiker in Le Mans vier Mal in Folge. Die Konkurrenz – darunter Ferrari – war düpiert.

Beim Auftakt-Rennen 1966 schafften es gleich drei Ford GT40 aufs Siegertreppchen – das lief 50 Jahre später nicht ganz so glatt. Zwar landeten drei GT nach 24 Stunden auf den ersten vier Rängen und den Sieg trugen die Ford-Piloten Hand, Müller und Bourdais davon. Platz zwei jedoch belegte vor den Drittplatzierten Ford-GT-Piloten Stefan Mücke, Olivier Pla und Billy Johnson ein Ferrari 488 GTE. Während die Audi, Porsche und Toyota der LMP1-Klasse reine Technologieträger sind, können die Ford GT ebenso wie die Ferrari 488 ihre Verwandtschaft zu den Straßenautos, die jedermann mit genügend Geld kaufen kann, nicht leugnen. Das und der ergreifende Sound der GTE-Pro-Autos machen für Zuschauer einen Teil der Faszination aus.

Das neu gegründete Team Ford Chip Ganassi Racing tritt bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2016 mit zwei neu entwickelten LM GTE-Pro-Rennwagen an.

Das neu gegründete Team Ford Chip Ganassi Racing tritt bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2016 mit zwei neu entwickelten LM GTE-Pro-Rennwagen an.
Copyright: Ford

In der GTE-Pro-Klasse gehen Stefan Mücke und sein französischer Kollege Olivier Pla als Favoriten ins Rennen. Das Duo führt nach drei von neun Rennen die GTE-Pro-Wertung vor den Ferrari-Piloten Davide Rigon und Sam Bird an. Bei seinem „Heimspiel“ will Mücke gemeinsam mit seinem Teamkollegen weitere wichtige Punkte im Kampf um den WM-Titel holen. In der Hersteller-Wertung rangiert das Team Ford Chip Ganassi Racing derzeit auf Position drei.“Jetzt ist es an der Zeit für unseren ersten WEC-Sieg“, sagt Stefan Mücke, der stolz ist, Teil dieses Teams zu sein.

Und das Ziel ist ganz klar der Titelgewinn. Trotz der Führung in der Fahrer-Wertung bleibt der deutsche Rennfahrer vorsichtig: „Die Saison ist noch lang und unsere Konkurrenz sehr stark.“ Und worauf kommt es an? Im Hinblick auf die Meisterschaft sei vor allem Konstanz wichtig, so Mücke: „Wir müssen so viele Punkte wie möglich sammeln.“Konstanz ist ein gutes Stichwort: Anfang Juli 2016 hatte Ford verkündet, das Rennsport-Programm mit dem GT, dessen 600 PS starke Serienversion noch 2016 ausgeliefert wird, bis 2019 fortzusetzen. Gute Voraussetzungen also, wie vor 50 Jahren vier Mal in Folge den Klassiker von Le Mans zu gewinnen.

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BRUTALER CRASH: Koenigsegg One:1 geschrottet

19. Juli 2016

Der Ring fordert mal wieder seinen Tribut! Einer von sieben Koenigsegg One:1 wurde durch einen Werksfahrer auf dem Nürburgring geschrottet. Eingangs zum Adenauer Forst zeugt eine 200 Meter lange Bremsspur vom hohen Anspruch, den der Nürburgring noch heute an die Fahrer stellt.

Der Koenigsegg One:1 ist das teuerste Serienauto der Welt und trotz der 3,3 Millionen Euro Kaufpreis, sind alle 6 Exemplare bereits verkauft. Neben dem exorbitanten Kaufpreis hat der Koenigsegg One:1 noch einige Superlative mehr zu bieten.

Der Name One:1

Basierend auf dem Koenigsegg Agera, bezieht sich der Name One:1 auf das Verhältnis von Leistung zu Gewicht und dieses ist beim Koenigsegg One:1 eben 1:1. Es treffen 1360 PS (1000 kW) auf 1360 Kilogramm Leergewicht. Selbst der Ferrari LaFerrari erscheint mit seinem Leistungsverhältnis von 1:1,4 als behäbiger Freizeitsportler.

Technische Daten des Koenigsegg One:1

Hersteller: Koenigsegg Automotive aus Schweden
Motor: 5065 cm³ V8 Bi-Turbo  Leistung: 1360PS (1000 kW)
Drehmoment: 1371 Newtonmeter bei 6000 Umdrehungen pro Minute
Höchstgeschwindigkeit: 440 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 2,8 Sekunden
Bremsweg trocken 100-0 km/h: 28 Meter
Wendekreis: 11 Meter
Länge: 4500 cm
Breite: 2060cm
Preis: 3,3 Millionen Euro

Dank einem Chassis aus Karbonfaser blieb der Testfahrer unverletzt. Allerdings hat er einen Prototyp zerlegt, dessen tatsächlicher Wert wohl deutlich über die 3,3 Millionen Euro Kaufpreis geht. In der Bilderstrecke zeigen wir Ihnen alle Fotos des Unfalls vom Nürburgring.

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