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Concorso d’Eleganza: Wenn Vergangenheit und Zukunft verschmelzen

Der „Concorso d’Eleganza Villa d’Este“ gilt als eines der weltweit exklusivsten und geschichtsträchtigsten Events für historische Automobile und Motorräder. Die Historie reicht zurück bis ins Jahr 1929, als in Cernobbio am Comer See unter dem Namen „Coppa d’Oro Villa d’Este“ erstmals eine Ausstellung von neuen Automobilen zu sehen war. Nach einer wechselvollen Geschichte über Jahrzehnte hinweg übernahm BMW 1999 zunächst die Schirmherrschaft, um sechs Jahre später zusammen mit dem Grand Hotel Villa d’Este Veranstalter der hochkarätigen Show für Old- und Youngtimer sowie Konzeptfahrzeuge zu werden.

Auto-Parade am Comer See: Der Concorso d'Eleganza 2016 ist eine Wohltat für die Augen der Automobil-Liebhaber.

Auto-Parade am Comer See: Der Concorso d’Eleganza 2016 ist eine Wohltat für die Augen der Automobil-Liebhaber.
Copyright: BMW

Jedes Jahr pilgern Fans und Teilnehmer aus aller Welt hierher – teilweise in historischen Kostümen, 2016 unter dem Motto „Back to the future – the journey continues“.

Das diesjährige Motto könnte nicht passender sein, denn als aufsehenerregende Ausblicke in die Zukunft präsentiert BMW die beiden Studien „2002 Hommage“ und „R5 Hommage“. Beide zitieren Charakteristika und Design-Merkmale ihrer historischen Vorbilder und setzen sie als Visionen für die Zukunft um. Laut Ulrich Knieps, Präsident des Concorso d’Eleganza Villa d’Este, habe der „02er“ ab 1966 als „ultimative Fahrmaschine“ den Kernwert der Marke definiert und dem später folgenden Firmen-Slogan „Aus Freude am Fahren“ den Weg geebnet. Und die R5 von 1936 sei nicht nur bis heute eine Stil-Ikone, sondern habe damals die Motorradwelt förmlich aus den Angeln gehoben – unter anderem mit der ersten Teleskop-Vorderradgabel überhaupt.

Drei Tage lang strömen Tausende von Old- und Youngtimerfans an die Ufer des Comer Sees, um rund um die herrschaftliche Villa d’Este und bei der etwa zehn Gehminuten entfernten Villa Erba automobile Schätze und kostbarste Motorrad-Raritäten genießen zu können – darunter herausragende Einzelstücke wie die Grindlay-Peerless 100 von 1929 eines thailändischen Besitzers, oder italienische Rennmotorräder der 60er Jahre. Die Motorsport-Ikonen von Marken wie Benelli, Bianchi, Ducati, MV Agusta, Paton oder Linto waren so noch nie gemeinsam zu sehen. Dabei verströmt die hochkarätige und markenübergreifende Veranstaltung ein einzigartiges Flair, das Auto- und Motorrad-Enthusiast und Fernsehkoch Horst Lichter blumig beschreibt: „Alles ist so unglaublich entspannt hier beim Concorso d’Eleganza. Die Leute sind alle so relaxed. Die Fahrzeuge sind ein Träumchen. Das ganze Ambiente ist ja alles wie gemalt. Man hat so ein bisschen das Gefühl, man macht eine Zeitreise zurück in die 50er oder 60er Jahre, als Fahrzeuge herumfahren durften ohne Neid, Missgunst, ohne blöd angeguckt zu werden. Hier ist’s so ein bisschen wieder wie früher – das ist richtig schön!“

Autoschätze vor malerischer Kulisse: der "Concorso d'Eleganza am Comer See.

Autoschätze vor malerischer Kulisse: der „Concorso d’Eleganza am Comer See.
Copyright: BMW

In die Zukunft zu blicken, das gehört zur Tradition des Concorso d’Eleganza, der von 1929 an zunächst stets Plattform für brandneue Fahrzeuge war. Auch 2016 nutzt BMW das einzigartige Ambiente am Comer See, um Zukunftsstudien zu enthüllen. Und in beiden Fällen scheint der Serienbau eines daran angelehnten Fahrzeugs als nicht unwahrscheinlich. Besonders im Falle des puristischen Nostalgie-Bikes „R5 Hommage“ wäre die Serienfertigung eines ähnlichen Modells eine schlüssige Ergänzung von BMWs neuer Modelllinie „Heritage“ mit dem erfolgreichen Retro-Roadster R nineT.

Die nötige Würze erhält das Auto- und Motorradspektakel am Comer See durch zahlreiche Publikums- und Jury-Preise. Concorso-Präsident Ulrich Knieps über seinen Gesamtfavoriten beim Concorso 2016: „Der Lancia Astura Serie II hat mir persönlich extrem gut gefallen. Lancia hatte ja vor allem in den 50er und 60er Jahren wundervolle Autos am Start mit einem Design, das bis heute einfach begeistert.“ Damit hat der von Karossier Castagna dramatisch gestylte Lancia Astura II auch das Publikum vor der Villa d’Est überzeugt. Die schicke italienische Berlinetta aus dem Besitz des Niederländers Antonius Meijer konnte die „Coppa d’Oro Villa d’Este 2016“ für sich entscheiden.

Dieser Preis ist ebenso markenübergreifend wie alle anderen, und so macht unter den besonders spannenden „Concept Cars & Prototypes“ der von Touring Superleggera gestylte, offene Zweisitzer Alfa Romeo Disco Volante das Rennen. Event-Präsident Ulrich Knieps zur Weiterentwicklung der Veranstatlung in den kommenden Jahren: „Der Concorso ist und bleibt klein, exklusiv und atmosphärisch. Vor der herrlichen Kulisse des Comer Sees ist er eine Veranstaltung für Enthusiasten, die in Scharen hierher strömen.“

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All the best PUNTO party

2. September 2016bis4. September 2016


Anlässlich des 10. Geburtstages unserer benachbarten Freunde aus Tschechien vom Club „Puntotuningfans CZ“ wird ein großes Treffen organisiert.

Puntotuningfans klub CZ

Am ersten Septemberwochenende lädt der Club alle Puntofans zu einem unvergesslichen Event ein.
Dies verspricht auch das Programm für die ganze Familie.

  • Fahrzeugbewertung
  • Miss Punto
  • Grillparty
  • Disco
  • uvm…

Alle Infos findet ihr auch direkt auf Homepage des Clubs und hier noch der Link zum Facebookevent.

WICHTIG: Eine vorzeitige Anmeldung ist gewünscht, damit auch jeder seinen Platz gesichert hat.

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Alfa Romeo Giulia: Italienisches Herzklopfen

Tief durchatmen, Augen auf. Da steht sie, die Giulia, zu der Romeo nun endlich wieder gefunden hat. Rassig, wohlproportioniert und mit unwiderstehlichem Hüftschwung erregt sie vornehmlich Männerherzen. Nicht ausgeschlossen, dass auch die eine oder andere Autofahrerin Gefallen an ihr findet.

Lange haben die Alfa-Fans auf die neue Giulia gewartet. Jetzt steht die formschöne Mittelklasse-Limousine nach nur drei Jahren Entwicklung für eine erste Ausfahrt bereit.

Lange haben die Alfa-Fans auf die neue Giulia gewartet. Jetzt steht die formschöne Mittelklasse-Limousine nach nur drei Jahren Entwicklung für eine erste Ausfahrt bereit.
Copyright: Michael Kirchberger/mid

Alfa Romeo hat in der beeindruckend kurzen Entwicklungszeit von nur drei Jahren nach langer Abstinenz wieder eine Mittelklasse-Limousine auf die Räder gestellt. Und sie ist das erste Auto mit Hinterradantrieb, nachdem der Alfa 75 Mitte der achtziger Jahre dieses Antriebskonzept zumindest bei dieser italienischen Sportwagenmarke zum Auslaufmodell gemacht hatte.

Jetzt also ist Alfa Romeo wieder auf alten und bewährten Pfaden unterwegs. Das weckt die Hoffnung, dass Fiat-Chef Sergio Marchionne den Traditions-Hersteller weniger schändlich behandelt als die mittlerweile so gut wie aufgegebene Marke Lancia. Denn die neue Giulia hat Potenzial. 4,63 Meter lang ist die fein gezeichnete Karosserie, der Airsplit-Lufteinlass vorn betont den klassischen Alfa-Kühlergrill, schlanke Scheinwerfer mit Bi-Xenon- und LED-Licht greifen bekannte und geschätzte Formen auf. Die Silhouette ist kraftvoll, Leichtmetallräder sind Standard und das sanft geneigte Heck stärkt den Rücken der Giulia.

Innenraum

Im Innenraum herrscht vorne Großzügigkeit, hinten sitzt nicht jeder Großgewachsene komfortabel. Immerhin öffnen die Türen weit, so fällt das Ein- und Aussteigen leicht. 480 Liter Gepäck passen in den Kofferraum, die Rücksitzlehnen lassen sich zum Durchladen von sperrigem Transportgut umklappen. Das Cockpit hat Alfa klassisch geformt. Zwei analoge Rundinstrumente bilden das Zentrum, alle wichtigen Bedienungselemente einschließlich einer Start-Stopp-Taste sind im Lenkrad integriert. Der Monitor in der Mittelkonsole ist mir knapp 17 Zentimeter Bildschirmdiagonale nicht der größte seiner Klasse, reicht für Navigationsanzeigen und Darstellungen relevanter Fahrzeugdaten aber völlig aus. Übergroß sind dagegen die Schaltwippen am Volant, mit denen sich die acht Übersetzungen des Automatikgetriebes sequenziell anwählen lassen. Wer die Mehrkosten des Automaten von 2.250 Euro scheut, schaltet sechs Gänge manuell.

Im Innenraum herrschen vorne üppige Platzverhältnisse, alle wichtigen Bedienungselemente einschließlich einer Start-Stopp-Taste sind im Lenkrad integriert.

Im Innenraum herrschen vorne üppige Platzverhältnisse, alle wichtigen Bedienungselemente einschließlich einer Start-Stopp-Taste sind im Lenkrad integriert.
Copyright: Michael Kirchberger/mid

Alle Giulia-Versionen sind mit dem Fahrdynamik-Programm DNA ausgestattet. Zur neutralen Einstellung gesellt sich die Dynamik-Stufe, die das Ansprechverhalten des Motors und die Lenkkräfte beeinflusst. Die Wahl des Öko-Modus aktiviert die Segelfunktion des Automatikgetriebes. Später soll außerdem eine adaptive Fahrwerksregelung folgen. Jetzt schon an Bord sind die gängigen Assistenzsysteme mit Notbremsfunktion, Fußgängererkennung, Spurhalte-Wächter sowie eine automatische Geschwindigkeitsregelung. Gedulden muss sich der Giulia-Verehrer auch bei Dingen der Konnektivität. Android-, Apple- und Google-Anbindungen für Smartphones sind noch in Vorbereitung, in drei Jahren Entwicklungszeit lässt sich eben doch nicht alles gleichzeitig zur Serienreife bringen.

Alfa Romeo Giulia Spitzenmodell bis 307 km/h

Die Motorenpalette der Giulia ist zunächst auf einen 2,2-Liter-Diesel beschränkt, der in drei Leistungsstufen angeboten wird. Er ist der erste von Alfa Romeo gefertigte Vollaluminium-Selbstzünder und liefert als Basisversion 100 kW/136 PS und 380 Newtonmeter Drehmomentspitze (33.100 Euro). Auf 110 kW/150 PS bringt es die kräftigere Version für 34.100 Euro, die ein gleich hohes Drehmoment abgibt. Vorläufiger Spitzendiesel ist der 132 kW/180 PS und 450 Nm Drehmoment leistende Vierzylinder, mit dem die Giulia 37.400 Euro kostet. Im Herbst sollen zwei Vierzylinder-Turbobenziner mit zwei Liter Hubraum und 147 kW/200 PS sowie 205 kW/280 PS folgen. Außerdem die Allrad-angetriebene Veloce-Version, die unter anderem als Diesel mit 154 kW/210 PS angeboten werden soll. Auch dann noch wird der heute einzige Benziner, ein V6 mit 2,9 Liter Hubraum und 375 kW/510 PS in der Giulia Quadrifoglio eine Sonderstellung einnehmen. Mit einer Motorhaube und einem Dach aus Carbon, Kotflügeln vorn und allen vier Türen aus Aluminium kommt sie auf 1.580 Kilogramm und 2,93 PS/kg Leistungsgewicht. Auch ihr Motor ist eine Neuentwicklung und mit einem Zylinderwinkel von 90 Grad kein Ableger des Dreiliter-Triebwerks der Schwestermarke Maserati. 600 Nm Drehmoment gibt das doppelt aufgeladene Aggregat ab, es beschleunigt die Giulia Quadrifoglio in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 und macht das Spitzenmodell 307 km/h schnell. Für höheren Anpressdruck fährt vorn eine Spoilerlippe bei 120 km/h elektrisch aus, an der Hinterachse wirkt ein elektrisch betriebenes Sperrdifferenzial dem Radschlupf entgegen und beaufschlagt obendrein das kurveninnere Rad mit höherem Drehmoment. Das hilft beim Herausbeschleunigen aus Kurven wesentlich.

Alt und neu: Die Giulia von damals verkörpert die guten Zeiten der Marke, die aktuelle soll diese wieder aufleben lassen.

Alt und neu: Die Giulia von damals verkörpert die guten Zeiten der Marke, die aktuelle soll diese wieder aufleben lassen.
Copyright: Michael Kirchberger/mid

Der Preis des Topmodells bewegt sich in Gefilden, die Fahrern eines BMW M4 oder eines Mercedes C63 AMG als eher günstig erscheinen dürften – 71.800 Euro verlangt Alfa Romeo für das Paradestück. Während die Giulia Quadrifoglio auf einem Rundkurs ebenso gut wie auf öffentlichen Straßen aufgehoben ist, geben die ebenfalls Mitte Juni bei den Händlern erscheinenden Diesel eine kaum schlechtere Figur ab. Besonders die 180-PS-Version beweist flinken Antritt, die Lenkung ist die wohl direkteste in dieser Klasse und der Federungskomfort keineswegs minderbemittelt. Zwar raunzt das Triebwerk in allen Lebenslagen vernehmlich vor sich hin, klingt dabei aber eher kraftvoll als angestrengt. Leichtes Hakeln stört beim handgeschalteten Sechsganggetriebe, die sanft und präzise arbeitende Automatik ist zweifelsohne die bessere Wahl.

Die Ziele, die Alfa Romeo mit der Giulia verfolgt, sind anspruchsvoll. 4.000 Exemplare will die Marke in Deutschland innerhalb von 12 Monaten verkaufen. Insgesamt soll der Absatz der Fiat-Tochtermarke im nächsten Jahr auf 400.000 Einheiten auf dem Globus steigen, im vergangenen Jahr waren es noch 70.000. Entscheidend für das Erreichen des Ziels wird die Akzeptanz sein, die Alfa Romeo auf den Märkten in China und den Vereinigten Staaten widerfährt. Im Reich der Mitte wollen die Italiener erstmals, in Amerika erneut antreten. Zu wünschen ist ihnen der Erfolg, denn ohne diesen würde auch der klangvollste Name nicht vor den unerbittlichen Entscheidungen von Unternehmenschef Marchionne schützen.

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Technische Daten Alfa Romeo Giulia 2.2 d

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,63/1,87 (2,10 mit Spiegeln)/1,43/2,82
Kofferraumvolumen: 480 l
Leergewicht: 1.520 kg
max. Zuladung: 440 kg
Tankinhalt: 52 l
Motor: Vierzylinder-Reihenturbodiesel mit 2,2 Liter Hubraum
max. Leistung: 132 kW/180 PS bei 3.750/min
Getriebe: manuelles 6-Gang-Getriebe
max. Drehmoment: 450 Nm bei 1.750/min
0-100 km/h: 7,2 s
Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h
Normverbrauch: 4,2 l Diesel /100 km
CO2-Emission: 109 g/km
Testverbrauch: 6,2 l Diesel/100km
Preis:  ab 37.400 Euro

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Fiat sagt Termin im Verkehrsministerium ab

Fiat hat einen für heute anberaumten Termin im Bundesverkehrsministerium per Anwaltsschreiben abgesagt.

Das Unternehmen besteht unter andrem darauf, dass für die Frage, ob Fahrzeuge der Marke die europarechtlichen Abgasvorschriften einhalten, allein italienische Behörden zuständig seien. Fiat berufe sich dabei auf europäisches Verfahrensrecht und verweigere zunächst weitere Gesprächen mit deutschen Behörden, teilte das Ministerium gestern Abend mit.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verweist auf „konkrete Vorwürfe“. Die nach dem Abgasskandal bei Volkswagen ins Leben gerufene Untersuchungskommission hat Zweifel, ob bei Fiat die Typgenehmigungsvorschriften für das Abgasverhalten eingehalten wurden. Das Kraftfahrt-Bundesamt will die eigenen Messergebnisse nun an die zuständige italienische Behörde weiterleiten.

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