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Mit dem Rallye-Porsche auf „Kletter-Tour“

22. September 2016

Selbst ein Formel-1-Weltmeister wie Sebastian Vettel bekommt leuchtende Augen, wenn er einen Künstler wie Walter Röhrl am Lenkrad drehen sieht. Auch im Alter von 69 Jahren hat der „Lange“ aus Regensburg nichts von seiner fahrerischen Klasse eingebüßt.

Das stellt er jetzt wieder bei einer ganz besonderen „Kletter-Tour“ im Porsche 911 SC unter Beweis. Walter Röhrl ist bis heute der einzige deutsche Rallye-Weltmeister. Und er gewann die legendäre Rallye Monte Carlo gleich vier Mal – und das mit gleich vier unterschiedlichen Marken: Fiat (1980), Opel (1982), Lancia (1983) und Audi (1984).

Walter liebt den Porsche

Der Porsche 911 SC San Remo zieht noch immer die Blicke der Motorsport-Fans auf sich.

Der Porsche 911 SC San Remo zieht noch immer die Blicke der Motorsport-Fans auf sich.
Copyright: Porsche

Doch ein Auto hat Walter Röhrl ganz besonders in Herz geschlossen, den Porsche 911 SC San Remo. Dabei hat er mit dem Rennwagen keinen einzigen Titel geholt, ja noch nicht einmal einen WM-Lauf gewonnen. 1981 bestritt er mit diesem Modell den ersten und einzigen Wettbewerbseinsatz: die „Rallye San Remo“ auf den kurvenreichen Bergstraßen der italienischen Adria. Doch dieser eine Einsatz ist offenbar in bleibender Erinnerung geblieben. Auch 35 Jahre später hat diese Liebe zwischen Rallye-Fahrer und Sportwagen keinen Rost angesetzt. Im Gegenteil.“Der San-Remo-Elfer ist der beste Rallye-Porsche, den ich jemals gefahren bin“, sagt Walter Röhrl. Er wollte damit damals die Allradler schlagen, und das wäre ihm auch fast gelungen. „Wir waren auf Asphalt deutlich schneller. Der 911 hatte eine sagenhafte Traktion und Leistung.“ Zwischen 2008 und 2011 restaurierte das Porsche-Museum den 911 SC liebevoll. Und dann feierte er bei der Targa Tasmania 2011 ein Comeback – mit Walter Röhrl am Steuer.

Nach einem kurzen Dornröschenschlaf wird der 911 SC jetzt wieder wach geküsst. Natürlich von Walter Röhrl. Der rüstig gebliebene Sportwagen gehört zu den automobilen Stars beim „Internationalen Edelweiß Bergpreis Rossfeld Berchtesgaden“. Damit schließt das Porsche-Museum seine fahrenden Einsätze 2016 ab – und das mit einem Paukenschlag. „Es wird ein Riesen-Vergnügen, dieses Auto hier wieder zu fahren“, sagt Walter Röhrl vor seiner Ausfahrt mit dem 911 SC. Dem zweimaligen Rallye-Weltmeister wird eine besondere Ehre zuteil, denn das Motto des Rossfeldrennens lautet: „Die Rennwagen des Walter Röhrl“.

Der Dreikantschaber

Flott um die Kurve: der Porsche 356 B 2000 GS Carrera GT.

Flott um die Kurve: der Porsche 356 B 2000 GS Carrera GT.
Copyright: Porsche

Das Bergrennen am Rossfeld zählt zu den traditionsreichsten deutschen Motorsport-Veranstaltungen. In den 1960er Jahren hat Porsche dort im Rahmen der Europa-Bergmeisterschaft etliche Siege und Bestzeiten eingefahren. Zu den bekanntesten Porsche-Piloten am Rossfeld zählen Rennfahrer wie Hans Herrmann, Sepp Greger, Rudi Lins, Eberhard Mahle, Gerhard Mitter oder Rolf Stommelen. Zur 4. Auflage des Rossfeldrennens schickt das Porsche-Museum jetzt neben dem 911 SC San Remo die Modelle 356 B 2000 GS Carrera GT (1963), besser bekannt als „Dreikantschaber“, sowie 911 Carrera RSR (Baujahr 1973) an den Start.

Ein Österreicher darf bei der Kletter-Tour natürlich nicht fehlen. Rennfahrer Rudi Lins wird deshalb mit dem Porsche 718 W-R den sechs Kilometer langen Berglauf absolvieren. Der Rennwagen wird auch liebevoll „Großmutter“ genannt. Den Beinahmen bekam das Fahrzeug aufgrund seines ungewöhnlich langen Renneinsatzes im Motorsport verliehen. Der 718 W-R siegte 1963 und 1964 bei der Europa-Bergmeisterschaft und errang mit Edgar Barth zweimal den Meistertitel. Der Urahn des heutigen 718 Boxster, der 718 RS 60 Spyder, rundet das illustre Teilnehmerfeld ab.

Doch einer wird sie alle in den Schatten stellen: Walter Röhrl und sein Porsche 911 SC. Selbst die besten Rennfahrer der Welt ziehen voller Respekt ihren Hut vor dem „Langen“. „Rallye-Fahrer sind Künstler. Wie die ihr Auto beherrschen, das ist unglaublich“, sagte einst keine Geringerer als der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. Und Christian Danner, Ex-Rennfahrer und heute als Formel-1-Experte für den Fernsehsender RTL am Mikrophon, sagt im Gespräch mit dem mid: „Walter ist ein Genie. Sein Level an Perfektion ist unerreicht.“ Das wird die deutsche Rallye-Ikone jetzt nochmal demonstrieren. Und wer weiß: Vielleicht gibt es als Zugabe noch ein paar spektakuläre Drifts mit dem Porsche 911 SC.

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Mythos Lamborghini: Edel wie ein Wein

21. September 2016

Vor 100 Jahren wurde Ferruccio Lamborghini geboren, der Hersteller der wohl exzessivsten Autos der Welt. Er war allerdings auch ein begnadeter Winzer.

Bei dieser Kombination bleibt ein jeder sprachlos: rassige Luxusautos und noble Edelweine. Der Wow-Effekt ist bei Lamborghini immer garantiert, sei es wegen seiner exzentrischen Sportwagen, die allesamt nach mächtigen Kampfstieren benannt sind, oder wegen der international preisgekrönten Spitzenweine.

Der Autohersteller Lamborghini

Der Name des Autogottes Ferruccio Lamborghini wird in der glamourösen Autowelt meist mit dem Enzo Ferraris oder Ettore Maseratis ausgesprochen. Er wurde als einfacher Bauernsohn in Renazzo, einem kleinen Dorf zwischen Ferrara und Bologna geboren. Nach der Berufsschule brachte ihn seine frühe Leidenschaft für Motoren und Autos nach Bologna, wo er in einer Firma Militärfahrzeuge überholte. Später, während des 2. Weltkrieges, wurde auf der Insel Rhodos auch mit deren Reparatur beauftragt.

Lamborghini Trattori

Lamborghini Trattori
Copyright: Gaia Bricca

Das Nachkriegsitalien hungerte nahezu nach Traktoren, weshalb der junge, mechanikerfahrene Ferruccio ohne Umschweife Unternehmer wurde. Er baute gebrauchte Fahrzeuge des Heeres zu landwirtschaftlichen Maschinen um. Die Firma Lamborghini Trattori ward geboren und wuchs unaufhaltsam heran. Schon bald war Lamborghini Marktführer. Für die USA fertigte Lamborghini in einer weiteren Firma Heizungen und Klimageräten. Im Jahr 1945 heiratet er Clelia Monti aus Ferrara, die er auf Rhodos kennengelernt hatte, und 1947 wird Sohn Tonino geboren. Clelia starb kurz danach. Im Jahr 1948 lernt Ferruccio seine zweite Frau, Annita Borgatti, kennen, eine 24-jährige Lehrerin, die ihn in der Führung seiner Unternehmen 30 Jahre lang unterstützten hat.

Lamborghini vs. Enzo Ferrari

In diesen Jahren besaβ Ferruccio Lamborghini bereits zwei Ferraris, die er durch seine undisziplinierte Fahrweise oft bis an die Grenzen brachte. Eines Tages, nach einer der unzähligen Pannen, beschloss er, eines auseinander zu montieren, um zu begreifen, wo genau der Schaden lag. Und siehe da, er fand die gleiche Kupplung vor, die er auch in seine Traktoren einbaute. Ferruccio soll sich angeblich persönlich bei Enzo Ferrari beschwert haben: „Ich gebe doch nicht so viel Geld aus, um dann die gleiche Kupplung zu haben, wie bei meinen Traktoren.“ Woraufhin Ferrari pikiert gekontert haben soll: „Das Auto ist in Ordnung. Das Problem ist, dass Sie nur Traktoren fahren können, jedoch keine Ferraris. Von einem Treckerfahrer lasse ich mir doch nicht vorschreiben, wie ich meine Autos zu bauen habe.“ Der Überlieferung nach, beschloss Lamborghini daraufhin kurzerhand, selbst rasante Sportwagen herzustellen, die leistungsstärker und versierter sein sollten, als die roten, aufbäumenden Pferdchen. Muskulöse, potente, souveräne, verwegene Stiere eben!

Lamborghini Miura: Der Herzinfarkt

Lamborghini Miura S

Lamborghini Miura S
Copyright: Von Stahlkocher – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1876512

1963 eröffnete er in Sant’Agata Bolognese seine Automobil-Manufaktur und schon 1966 konnte er auf dem Genfer Autosalon seinen spektakulären Miura präsentiert. Die Welt erlitt buchstäblich einen Herzinfarkt, denn damit war Ferruccio wahrhaft ein Wunderwerk an Technik und Design gelungen. Extrem, stylisch – ein optischer Leckerbissen, den sich keiner entgehen lassen wollte. Der Lamborghini Miura wurde sofort zum Auto des internationalen Jet Sets: von Filmstars über Ölbarone, bis hin zu Staatsoberhäuptern. Mit geöffneten Türen sieht er wie ein gefährlich schnaubender, kampfbereiter Bulle mit gesenktem Kopf und auslandenden Hörnern aus, der bereit ist, die Straβe aufzuspieβen. Der Miura wurde vom amerikanische Magazin „Sports Cars International“ unter die „Top Sports Cars“ aller Zeiten gereiht.

In 1968 wurde Ferruccio Lamborghini von der Universität in Padua zum Diplomingenieur Honoris Causa ernannt. Auβerdem erhielt er für seine Verdienste um die Arbeitnehmerschaft den Orden Commendatore und wurde vom Staatspräsidenten zum Cavaliere del Lavoro (Ritter der Arbeit) erkoren. In den Jahren nach dem triumphalen Erfolg des Miura wurden viele weitere erfolgsgekrönte Modelle produziert, u.a. : Espada, Countach, Diablo, Mursiélago, Aventador… Die Automobili Lamborghini Holding SpA ist seit 1998 ein Teil des Volkswagen-Konzerns.

Ferruccio zog sich bereits 1973 ins Privatleben zurück, um sich dem Weingut in Umbrien zu widmen. Am 20. Februar 1993 starb Ferruccio Lamborghini im Alter von 76 Jahren in Perugia. Die Legende Lamborghini lebt allerdings weiter. Ein Lamborghini bleibt nach wie vor Objekt der Begierde, ein Statussymbol, ein Emblem von Macht und Luxus, das von Eleganz, Stil und Kreativität zeugt, wie sie nur aus italienischer Hand entstehen können. Ferruccios Leben hat Schriftsteller und Filmemacher inspiriert und repräsentiert auf angemessene Weise weltweit den wahren Esprit Italiens.

Der Winzer Lamborghini

Silvio Tschang, der aktuelle Mehrheitsgesellschafter des Weingutes Lamborghini in Panicale, am umbrischen Lago Trasimeno, unweit der Toskana, erzählt von der zweiten Leidenschaft Ferruccio Lamborghinis: dem Winzerdasein. Ferruccio verliebte sich in die umbrische liebliche-herbe Landschaft und kaufte 1968 das Anwesen auf, wohl eingedenk seiner Wurzeln. Er liebte das Landleben und beschloss, Wein herzustellen. Hier verbrachte er dann auch die letzten 23 Jahre seines Lebens.

Stolze 100 Hektar Gesamtoberfläche hat das Anwesen, von denen 35 dem Weinanbau gewidmet sind. Das Weingut Lamborghini ist auch ein Urlaubsresort mit einem 9-Loch Golfplatz, einem Landhaushotel, einem Feinschmeckerrestaurant, einer Landebahn für Ultraleichtflugzeuge und, last but not least, einem Swimmingpool. Alles, was das Herz so begehren kann. Serviert werden traditionelle Gerichte, die vom Chef fantasievoll neuerdacht werden. Im Sommer können die Gäste auf der Terrasse mit einer spektakulären Aussicht essen.

Anfangs wurden hier verschiedene Rebsorten gepflanzt, sowohl rote als auch weiβe: neben dem klassischen Sangiovese und Ciliegiolo, ging man dann zu, für damalige Zeiten, „exotischere“ Sorten über, sprich zum Merlot und Cabernet Sauvignon. So besitzen die Mischungen sowohl die Fülle und Finesse der französischen als auch die bekannte Qualität der italienischen Weinsorten. Mitte der 90er Jahre übernahm Tochter Patrizia Lamborghini die Verwaltung, ohne jedoch dem väterlichen Eifer nachzustehen, qualitativ hochwertige Weine herstellen zu wollen. Da sie praktisch auf dem Weingut aufgewachsen ist, hat sie diesen Ehrgeiz, wenn möglich, sogar noch gesteigert. Familienführung hat hier Tradition, was in jedem Detail spürbar ist. Die Anwohner können sich noch gut an Ferruccio Lamborghini erinnern. „Er hat gern gelacht, gern gelebt, gern genossen“, berichten sie.

Barriques

Barriques
Copyright: Gaia Bricca

Die Lamborghinis sind Perfektionisten, so sind alle Fertigungen ihres Hauses, seien es die Traktoren, die Autos oder die Weine, einfach übermäβig gut. Spitzenqualität eben. Tschang: „Wir haben wohl auch deshalb seit 1997 Italiens besten Önologen, Riccardo Cotarella. Unter seiner Leitung entstanden die Weine Trescone und Campoleone, die längst zu den besten Weinen Italiens gezählt werden.“

Wie bei den Autos lautet auch hier die Devise: nicht Quantität, sondern einzig Qualität wird produziert. Es ging bei Lamborghini nie um schnellen Gewinn. Ganze Jahrgänge erscheint Lamborghini überhaupt nicht auf dem Markt, wenn die Lese dem hohen Standard des Hauses nicht gerecht wird. „Wir haben nur 9 Etiketten“, so Tschang, „Trescone, Campoleone, Torami, Era, Centanni rot und weiβ, und 3 Sektvarianten, die vor allem vom unserem weiblichen Publikum sehr geschätzt werden: Demi-sec, Brut und Extra-dry. Diese Weine sind international bekannt und preisgekrönt. Selbstbewusst vertreten sie den Namen, den sie tragen. Mit ihren Topbewertungen beweisen sie eindeutig, dass Umbrien dem bekannteren Nachbarn, dem Weinmekka Toskana, in nichts nachsteht. Unser Gentleman‘s Wine par excellence ist der Campoleone“, schildert Tschang. „Er wurde unter den 5 besten Rotweinen allerZeiten gezählt, die in einem idealen Weinkeller nicht fehlen dürfen. Ganz wie ein Sassicaia oder ein Solaia, etwa.“ Chic chic!

Was ist in der Weinwelt eigentlich chic? Tschang: „Die richtige Kombination, in der sowohl die Speisen als auch der Wein einander aufwerten und angemessen zelebrieren. Den richtigen Tropfen zum jeweiligen Anlass trinken – das ist chic! Was das rein Visuelle angeht, so haben wir dieses Jahr unsere Etiketten erneuert und haben den Stier auf dem Logo stärker markiert. Unsere schönen Flaschen sind mittlerweile echte Sammlerstücke. Die deutschsprachigen Kunden sind von unserem Spitzenwein regelrecht entzückt. Wenn Sie ihn nicht kennen, werden sie zuerst vom Label angezogen, vom Namen Lamborghini. Sobald sie ihn dann verkosten und die Geschichte des Weingutes kennenlernen, sind sie ganz hingerissen. Es handelt sich eben um kein Weinunternehmen, das bei einem Autohersteller die Marke angekauft hat. Nein, wir sind die Firma Ferruccio Lamborghini, die seit Anbeginn Wein hergestellt hat.“

Lamborghini – ein Name, ein Mythos.

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Fiat Tipo Kombi: Großer Wagen mit kleinem Preis

21. September 2016

Giorgio Gorelli, aktueller Chef von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) in Deutschland, ist sich sicher: Der neue Tipo wird vor allem als Kombi der Marke den Weg ins wichtige Flottengeschäft ebnen. Er komplettiert die im Sommer neu aufgelegte Baureihe neben Schräg- und Stufenheck-Version als drittes Modell, die Preise starten bei günstigen 15.990 Euro.

Eine ganze Weile waren die Italiener im wichtigen C-Segment des Automarktes gar nicht vertreten. Der Wiedereinstieg jetzt kommt für Fiat zum rechten Zeitpunkt, immerhin 55.000 Fahrzeuge habe man 2016 von Januar bis September in Deutschland verkauft, der Tipo in all seinen Varianten könnte dieses Ergebnis bis zum Jahresende noch überdurchschnittlich steigern.

Fiat Tipo Kombi: praktisch mit solider Grundausstattung

Er tut dies vor allem über die Form und den Preis. Die Linien und Rundungen der Kombi-Karosserie wirken harmonisch, wenn auch nicht aufregend. Polarisieren wird sein Design wohl kaum. Aber er bewegt sich souverän im Hauptstrom des Geschmacks, glänzt mit praktischen Werten und solider Grundausstattung, was beides immer schon Garantien für gute Akzeptanz im Markt waren.

Ohnehin will Fiat mit erweiterter Garantie das Vertrauen der Kundschaft wiedergewinnen. Für vier Jahre gilt sie und beinhaltet auch eine Mobilitätsgarantie und die Wartungsarbeiten. Außergewöhnlich ist das Angebot eines Umtauschrechts für die Tipo-Kunden. Wem der Wagen nach dem Kauf nicht gefällt, kann ihn innerhalb von 30 Tagen und maximal 1.000 Kilometer Fahrleistung gegen ein anderes Modell tauschen. Dies gilt im Übrigen auch für den 500x.

mid Wiesbaden - Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi viel Platz für die Passagiere und Gepäck.

Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi viel Platz für die Passagiere und Gepäck.
Copyright: FCA

Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi seinen Passagieren anständig viel Platz und kann mindestens 550 Liter Gepäck in seinem Kofferraum transportieren. Einen Wert bei umgeklappten Rücksitzlehnen, die einen nicht ganz ebenen Laderaumboden bilden, hat Fiat noch nicht parat, rund 1.200 Liter Volumen dürfen es sein. Der Innenraum hascht nicht mit Effekten, ist eher dunkel und trübe gestaltet. Die Einbauten und Funktionselemente wirken nicht billig aber einfach, machen kein Hehl daraus, in welcher Preisklasse wir uns hier bewegen.

Immerhin setzt der je nach Ausstattungsniveau (Pop, Easy und Lounge) vorhandene und fünf oder sieben Zoll große Touchscreen-Monitor einen Akzent, er ist angenehm weit oben angeordnet und bestens ablesbar. Er liefert Reiseinformationen und übernimmt bei Ausstattung mit einem Navigationssystem (im Paket mit Rückfahrkamera, DAB-Tuner und elektrischer Lordosenstütze für den Fahrer für 1.250 Euro die Wegweisung.

Fahrbericht: Fiat Tipo Limousine

Zwei Benziner und zwei Diesel sind für den Tipo Kombi im Angebot.

Basistriebwerk ist ein 1,4-Liter-Ottomotor mit 70 kW/95 PS, auf den die aufgeladene T-Jet-Version gleichen Hubraums mit 88 kW/120 PS folgt. Die Selbstzünder schöpfen aus 1,3 Liter und 1,6 Liter Hubraum identische Leistungen. Den großen Diesel haben wir einige Kilometer weit über die schmalen Straßen der Taunus-Berge hinter der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bewegt und waren von seiner Laufkultur durchaus angetan.

Nach kurzer Warmlaufphase schnurrt die Maschine wohlig und kraftvoll, bringt es auf ein bei 1.750/min sehr plötzlich und nicht eben komfortabel einsetzendes Drehmoment von 320 Newtonmeter und beschleunigt den 1.395 Kilogramm wiegenden Tipo Kombi in 10,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 200 km/h zeigt der Tacho bei Höchstgeschwindigkeit an, auch dann ist das Geräuschniveau noch angenehm. Sportliche Gene sind diesem Fiat fremd, dafür begeistert das Fahrwerk mit einer sehr sanften Federung und ordentlicher Straßenlage. Die elektrisch unterstützte Lenkung ist ebenso wie die manuelle Sechsgang-Schaltung nicht sonderlich präzise, die Bremsen brillieren dagegen mit einem feinen Druckpunkt und guter Wirksamkeit.

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25 Jahre Hyundai in Deutschland: So geht Erfolg

20. September 2016

25 Jahre Unternehmensgeschichte in der Autobranche? In der Heimat des ältesten Autobauers der Welt, der in diesem Jahr seinen 130. Geburtstag feiern konnte, scheint ein viertel Jahrhundert Firmenchronik auf den ersten Blick nichts Besonderes zu sein. Doch die Quantität einer Firmenhistorie besagt wenig über die Qualität ihrer Entwicklung. In den 25 Jahren, die Hyundai nunmehr auf dem deutschen Markt präsent ist, schrieb die inzwischen größte asiatische Importmarke mit koreanischen Wurzeln eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.

Hyundai-Deutschland- und Europazentrale in Offenbach

Hyundai-Deutschland- und Europazentrale in Offenbach
Copyright: Hyundai

Die Dynamik asiatischer Autobauer folgt seit jeher einer deutlich höheren Taktzahl als bei den gravitätischen Urgesteinen europäischer oder auch amerikanischer Autobaukunst. Wer nicht mindestens auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken kann, geht in den Augen des Autoestablishments im günstigsten Fall als „junger Hüpfer“ durch, im ungünstigsten als Parvenü. Nur ein paar Beispiele: Daimler, gegründet 1886, Peugeot, gegründet 1891, Alfa Romeo, gegründet 1910, Ford, gegründet 1903 oder Cadillac, gegründet 1902. Die Hyundai Motor Company geht gerade einmal auf das Jahr 1967 zurück.

Somit war die gesamte Marke insgesamt erst 24 Jahre alt, als 1991 die Gründung der deutschen Tochter in Neckarsulm erfolgte. Art und Weise des Auftritts, sowie das Produktportfolio, das der asiatische Neuling bei seinem Debüt vorlegte, folgte innerhalb der Branche einem bekannten Muster. Knapp 20 Jahre zuvor hatten bereits wichtige japanische Marken wie Toyota im Jahr 1972, Nissan oder Mazda ab 1973, ihr Glück unter mitleidigen Blicken von Fachleuten mit schwer auszusprechenden Namen, in puncto Technik und Design eher zurückhaltend konzipierten Autos versucht. Die weitere Entwicklung dieser Auftritte ist bekannt.

Auch wenn nicht gerade die Creme italienischer Design-Giganten Hand an die japanischen Blechkleider gelegt hatte und die Fahrwerke nicht unbedingt Nürburgring-tauglich abgestimmt waren, honorierten die Kunden die Mischung aus gutem Preis-/Leistungsverhältnis, umfangreicher Ausstattung und vor allem beispielhafte Alltagstauglichkeit und etablierten japanische Marken in kaum einem Jahrzehnt als feste Größen auf dem deutschen Automarkt.

Als sich in den frühen 1990er-Jahren Hyundai aufschwang, die Alte Welt zu erobern, erntete sie mit ihren nicht gerade inspiriert gestalteten Autos ebenfalls mitleidige Blicke. Wobei die Branche aus dem Kapitel „japanische Marken in Deutschland“ ganz augenscheinlich nicht wirklich etwas gelernt hatte.

Es galt bei asiatischen Autobauern seit jeher nicht als ehrenrührig, mangels eigenen Entwicklungspotentials unter Zuhilfenahme von Lizenzfertigungen in die Autoproduktion einzusteigen. Nissan etablierte sich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg mit Technik der englischen Marke Austin, der erste malaysische Hersteller Proton begann seine Autokarriere 1983 mit dem Nachbau von Mitsubishi-Modellen. So griffen die Verantwortlichen bei Hyundai mangels Kompetenzkapazitäten 1967 auf den Ford Cortina zurück und begannen mit dessen Nachbau die eigene Automobilproduktion. Der Cortina war eine erfolgreiche Entwicklung von Ford in Großbritannien. Die Limousine bot mit 4,30 Metern Länge viel Platz, war mit einer hinteren Blattfederachse einfach, aber robust konstruiert und mit Vierzylindern, die zwischen 35 kW / 48 PS und 78 kW / 105 PS leisteten, standesgemäß motorisiert.

Hyundai Pony

Hyundai Pony (1974)

Hyundai Pony (1974)
Copyright: Hyundai

Die Koreaner lernten jedoch schnell, ihren eigenen Weg zu gehen. 1975 feierte der Pony, als erste Eigenentwicklung sein Debüt. Für einen zeitgemäßen und weltmarkttauglichen Auftritt der vier Meter langen Schräghecklimousine sorgte Italdesign, das Studio des italienischen Design-Genies Georgio Giugiaro, der für Weltbestseller und Autoikonen wie den VW Golf, den Alfa Romeo 156 oder den BMW M1 verantwortlich zeichnete. Der Pony wuchs zur kompletten Modellfamilie mit Kombi und Pick-up und bildete die Speerspitze für Hyundais Exportoffensive in Europa. 1978 gingen die ersten Pony in Belgien und in den Niederlanden in den Handel.

Generation Vier des Pony, 1989 erstmals vorgestellt, bildete schließlich die Basis für Hyundais Einstieg auf den deutschen Markt. Die Varianten Drei-, Fünftürer und Stufenheck waren 4,10 bis 4,30 Meter lang und mit Benzinern von 43 kW / 59 PS bis 62 kW / 83 PS motorisiert. Die Preisliste begann bei rund 17 000 D-Mark. Hyundai feierte seinen offiziellen Auftritt 1991 als erster koreanischer Hersteller auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt.

25 Jahre später wird Hyundai in der Fachwelt schon lange nicht mehr belächelt. Die Marke ist heute mit weitem Abstand der erfolgreichste asiatische Importeur. Über 1,22 Millionen Kunden entschieden sich bis Ende 2015 in den 25 Jahren Vertriebsaktivitäten in Deutschland für einen neuen Hyundai, allein im Jahr 2015 exakt 108 434 Käufer. Toyota zum Beispiel, jahrelang der Primus unter den Importeuren aus Fernost, brachte es im gesamten Jahr 2015 gerade einmal auf 65 939 Neuwagen. Bei Hyundai notierte das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg einen aktuellen Modellbestand von rund einer Million Fahrzeugen. Ein Bestand, der die Qualität der Produkte beweist, denn es sind ja noch fast alle auf der Straße.

Für die Hyundai Motor Group mit den Marken Hyundai und Kia, die in knapp einem halben Jahrhundert mit mehr als acht Millionen Neufahrzeugen bereits Platz Fünf innerhalb der Rangfolge der weltweit erfolgreichsten Hersteller nach Toyota, VW, General Motors sowie der Renault-Nissan-Allianz erobert hat, hat sich Deutschland schon früh zum wichtigsten Markt innerhalb Europas entwickelt. Seit 2000 hat die Hyundai-Europazentrale ihren Sitz in Offenbach, seit Oktober 2013 firmieren die Zentralen für Europa und Deutschland unter einem gemeinsamen Dach. Nicht zuletzt begünstigt durch die zentrale Lage im Herzen Europas, hat Hyundai eigene technische Entwicklungs- und Designzentren im Rhein-Main-Raum etabliert.

 Hyundai ix35 Fuel Cell

Hyundai ix35 Fuel Cell
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Hyundai

Derzeit verwalten über 200 Mitarbeiter in der Zentrale ein Händlernetz mit 560 Betrieben innerhalb des Bundesgebiets. Längst trägt das Produktportfolio das Prädikat „Vollsortimenter“. Der Hyundai i10 vertritt beispielsweise die Marke bei den Kleinwagen im Umfeld eines Toyota Aygo oder VW Up, der i20 mischt in der Klasse um VW Polo und Opel Corsa mit. Der i30 hat sich zum etablierten Wettbewerber in der Kompaktklasse und zum erfolgreichsten Modell der Marke entwickelt. 27 161 Kunden entschieden sich 2015 für einen i30. Mit dem i40 ist die Marke in der traditionellen Mittelklasse um den VW Passat oder den Ford Mondeo vertreten. Ebenfalls Bestseller sind die beiden SUV Tucson und Santa Fe.

Längst hat sich die Marke auch vom Lizenzbauer zum technischen Vorreiter emanzipiert. Der Hyundai ix35 Fuel Cell war das erste frei käufliche Auto mit einem Brennstoffzellenantrieb auf dem deutschen Markt und mit dem kompakten Ioniq tritt ab Herbst erstmals überhaupt in der Autogeschichte ein Modell an, das ausschließlich über ein komplettes Angebot an alternativen Antrieben verfügt: E-Motor, Hybrid und Plug-in-Hybrid. Und mit den Baureihen H-1 und H350 sind die Koreaner im wachsenden Markt der leichten Nutzfahrzeuge ebenfalls aufgestellt.

Eine konkrete Formel für seinen Erfolg hat Hyundai nicht definiert. Letztendlich begründet sich die dynamische Entwicklung der Marke primär auf den Faktor Kundenorientierung. Ein Hyundai gefällt heute durch sehr ansprechendes Design und setzt auf Alltagstauglichkeit und höchste Produktqualität, unterstrichen mit einer fünfjährigen Garantie für die Produkte ohne Kilometerbegrenzung.

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