Die Seite für alle Italo-Meetings.

Fiat Tipo Kombi: Großer Wagen mit kleinem Preis

21. September 2016

Giorgio Gorelli, aktueller Chef von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) in Deutschland, ist sich sicher: Der neue Tipo wird vor allem als Kombi der Marke den Weg ins wichtige Flottengeschäft ebnen. Er komplettiert die im Sommer neu aufgelegte Baureihe neben Schräg- und Stufenheck-Version als drittes Modell, die Preise starten bei günstigen 15.990 Euro.

Eine ganze Weile waren die Italiener im wichtigen C-Segment des Automarktes gar nicht vertreten. Der Wiedereinstieg jetzt kommt für Fiat zum rechten Zeitpunkt, immerhin 55.000 Fahrzeuge habe man 2016 von Januar bis September in Deutschland verkauft, der Tipo in all seinen Varianten könnte dieses Ergebnis bis zum Jahresende noch überdurchschnittlich steigern.

Fiat Tipo Kombi: praktisch mit solider Grundausstattung

Er tut dies vor allem über die Form und den Preis. Die Linien und Rundungen der Kombi-Karosserie wirken harmonisch, wenn auch nicht aufregend. Polarisieren wird sein Design wohl kaum. Aber er bewegt sich souverän im Hauptstrom des Geschmacks, glänzt mit praktischen Werten und solider Grundausstattung, was beides immer schon Garantien für gute Akzeptanz im Markt waren.

Ohnehin will Fiat mit erweiterter Garantie das Vertrauen der Kundschaft wiedergewinnen. Für vier Jahre gilt sie und beinhaltet auch eine Mobilitätsgarantie und die Wartungsarbeiten. Außergewöhnlich ist das Angebot eines Umtauschrechts für die Tipo-Kunden. Wem der Wagen nach dem Kauf nicht gefällt, kann ihn innerhalb von 30 Tagen und maximal 1.000 Kilometer Fahrleistung gegen ein anderes Modell tauschen. Dies gilt im Übrigen auch für den 500x.

mid Wiesbaden - Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi viel Platz für die Passagiere und Gepäck.

Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi viel Platz für die Passagiere und Gepäck.
Copyright: FCA

Auf 4,57 Meter Länge bietet der Tipo Kombi seinen Passagieren anständig viel Platz und kann mindestens 550 Liter Gepäck in seinem Kofferraum transportieren. Einen Wert bei umgeklappten Rücksitzlehnen, die einen nicht ganz ebenen Laderaumboden bilden, hat Fiat noch nicht parat, rund 1.200 Liter Volumen dürfen es sein. Der Innenraum hascht nicht mit Effekten, ist eher dunkel und trübe gestaltet. Die Einbauten und Funktionselemente wirken nicht billig aber einfach, machen kein Hehl daraus, in welcher Preisklasse wir uns hier bewegen.

Immerhin setzt der je nach Ausstattungsniveau (Pop, Easy und Lounge) vorhandene und fünf oder sieben Zoll große Touchscreen-Monitor einen Akzent, er ist angenehm weit oben angeordnet und bestens ablesbar. Er liefert Reiseinformationen und übernimmt bei Ausstattung mit einem Navigationssystem (im Paket mit Rückfahrkamera, DAB-Tuner und elektrischer Lordosenstütze für den Fahrer für 1.250 Euro die Wegweisung.

Fahrbericht: Fiat Tipo Limousine

Zwei Benziner und zwei Diesel sind für den Tipo Kombi im Angebot.

Basistriebwerk ist ein 1,4-Liter-Ottomotor mit 70 kW/95 PS, auf den die aufgeladene T-Jet-Version gleichen Hubraums mit 88 kW/120 PS folgt. Die Selbstzünder schöpfen aus 1,3 Liter und 1,6 Liter Hubraum identische Leistungen. Den großen Diesel haben wir einige Kilometer weit über die schmalen Straßen der Taunus-Berge hinter der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bewegt und waren von seiner Laufkultur durchaus angetan.

Nach kurzer Warmlaufphase schnurrt die Maschine wohlig und kraftvoll, bringt es auf ein bei 1.750/min sehr plötzlich und nicht eben komfortabel einsetzendes Drehmoment von 320 Newtonmeter und beschleunigt den 1.395 Kilogramm wiegenden Tipo Kombi in 10,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 200 km/h zeigt der Tacho bei Höchstgeschwindigkeit an, auch dann ist das Geräuschniveau noch angenehm. Sportliche Gene sind diesem Fiat fremd, dafür begeistert das Fahrwerk mit einer sehr sanften Federung und ordentlicher Straßenlage. Die elektrisch unterstützte Lenkung ist ebenso wie die manuelle Sechsgang-Schaltung nicht sonderlich präzise, die Bremsen brillieren dagegen mit einem feinen Druckpunkt und guter Wirksamkeit.

Der Beitrag Fiat Tipo Kombi: Großer Wagen mit kleinem Preis erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Gesamten Beitrag bei Auto.de lesen.
Share

Suzuki SX4 S-Cross Facelift: Mit neuem Gesicht in die zweite Lebenshälfte

8. September 2016

Einst führte er ein Doppelleben. Der SX4 teile sich 2006 den Lorbeer mit dem mittlerweile verblichenen Fiat Seidici als Kompakt-SUV. Heute liegt er auf dem dritten Rang der Verkäufe beim japanischen Autobauer Suzuki hinter den Modellen Vitara und Swift. Und bekommt jetzt eine kräftige Überarbeitung.

Mit seiner Länge von 4,3 Meter gehört der S-Cross zu den wirklich kompakten SUV, sieht seine Rivalen in Opel Mokka, Nissan Qashqai oder dem Mitsubishi ASX. Mit üppigem Platzangebot und der beim Kunden immer häufiger entscheidenden hohen Sitzposition kann er ebenso wie seine Konkurrenten aufwarten. 430 bis 1.269 Liter Kofferraumvolumen genügen für die meisten Transportaufgaben des Alltags, ein Zwischenboden im Gepäckraum macht die Ladefläche eben und deckt die Ladekante bündig ab, darunter lassen sich Reiseausrüstungen und schützenswert aufzubewahrende Mitnehmsel verstauen. Vier Erwachsene können recht komfortabel auf Tour gehen, sitzen drei auf der Rückbank, geht es eng zu.

An den geschätzten Tugenden des leicht geländetauglichen Suzuki hat sich also nichts geändert. Wohl aber an seinem Auftritt. Der hat an Selbstbewusstsein gewonnen, ein prägnanter, steilstehender Kühlergrill, der neue Stoßfänger und die neu gestaltete Motorhaube verleihen dem Japaner ein modernes, ausdrucksstarkes Gesicht. Dazu tragen nicht zuletzt die Scheinwerfer bei, die in den gehobenen Ausstattungslinien mit LED-Lichttechnik arbeiten. Und er ist höher geworden. Neue Räder und Reifen mit größerem Querschnitt liften ihn um einen Zentimeter weiter nach oben. Das bringt auch mehr Bodenfreiheit, die vor allem den allradgetriebenen Versionen dienlich ist. Die variable Kraftverteilung – von Suzuki Allgrip genannt – ist bei diesen Varianten wieder serienmäßig mit dabei, sie ermöglicht eine bedarfsgerechte Momentenverteilung bis zu einer per Sperrdifferenzial festen Beaufschlagung der einzelnen Achsen.

Satt geliftet: Eine komplett neue Frontpartie und zwei neue Benzinmotoren begleiten den Suzuki SX4 S-Cross in die zweite Lebenshälfte.

Satt geliftet: Eine komplett neue Frontpartie und zwei neue Benzinmotoren begleiten den Suzuki SX4 S-Cross in die zweite Lebenshälfte.
Copyright: Suzuki

Neue Motoren

Neu sind die beiden Benziner im Programm. Die Basis stellt ein aufgeladener Einliter-Dreizylindermotor dar, der es auf 82 kW/111 PS und eine Drehmomentspitze von 170 Newtonmeter zwischen 2.000 und 3.500/min bringt. Ihn gibt es ausschließlich mit Frontantrieb, kombinierbar ist er allerdings mit einem sechsstufigen Automatikgetriebe, das für 1.500 Euro Aufpreis das serienmäßige Fünfgang-Schaltgetriebe ersetzt. 180 km/h (170 km/h mit Automatik) Spitze schafft der SX4 so motorisiert, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 11 Sekunden (12,4 Sekunden) und als Normverbrauch gibt Suzuki 5,7 Liter (6,2 Liter) Benzin an. Der Preis des Einstiegsmodells liegt bei 19.790 Euro.

In der Stadt macht das Maschinchen keine schlechte Figur. Wird die Strecke bergig, fehlt ihm der lange Atem. Für solche Aufgaben eignet sich der neue 1,4-Liter große, ebenfalls aufgeladene Vierzylinderbenziner besser. Er generiert 103 kW/140 PS sowie 220 Nm von 1.500 bis 4.000/min als Drehmomentmaximum und ist nur in der gehobenen Ausstattungsversion Comfort für wenigstens 23.690 Euro zu haben. Er macht den 1.290 Kilogramm schweren SX4 S-Cross 200 km/h schnell und beschleunigt ihn von 0 auf 100 km/h in 10,2 Sekunden, 6,6 Liter Benzin reichen ihm nach Norm für 100 Kilometer. Auch hier ist eine sechsstufige Automatik für ebenfalls 1.500 Euro im Angebot, die sich allerdings nur beim um 0,1 Liter erhöhten Treibstoffkonsum bemerkbar macht. Weiter im Programm bleibt der 1,6-LiterTurbodiesel mit 88 kW/120 PS, der grundsätzlich mit dem Allgrip-Allradantrieb kombiniert wird und mindestens 26.390 Euro kostet.

Akustisch auffällig ist keiner der Benziner, sie schnurren gefällig vor sich hin und animieren kaum zum sportlichen Fahren. Dafür ist das Suzuki-SUV auch nicht gedacht. Vielmehr gefallen lustbetonte Ausstattungen wie das im Topmodell Comfort+ serienmäßige Panoramadach, Lederausstattung oder eine Rückfahrkamera. Auch Sicherheits-Assistenten haben Einzug gehalten, City-Notbremse, adaptive Tempoautomatik, sieben Airbags und eine Alarmanlage sind mit von der Partie.So geht Suzukis Kompakt-SUV nach gut 15.000 seit 2013 in Deutschland verkauften Einheiten gut gerüstet in seine zweite Lebenshälfte. Wettbewerb wird ihm jedoch aus den eigenen Reihen entstehen, wenn der neue Ignis mit noch knapperen Außenmaßen und einem noch ausgeprägteren Crossover-Design im kommenden Jahr an den Start geht.

Technische Daten Suzuki SX4 S-Cross 1.0 Boosterjet

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Metern: 4,30/1,79/1,58/2,60
Leergewicht: 1.165 kg
zul. Gesamtgewicht: 1.585 kg
Kofferraumvolumen: 430 l bis 1.269 l
Wendekreis: 10,4 Meter
Tankinhalt: 47 l
Motor: Dreizylinder-Turbobenziner
Getriebe: manuelles Sechsganggetriebe, Frontantrieb
Hubraum: 988 ccm
Leistung: 82 kW/111 PS bei 5.500/min
max. Drehmoment: 170 Nm von 2.000 bis 3.500/min
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
0 bis 100 km/h: 11,0 s
Normverbrauch: 5,7 l/100 km
CO2-Ausstoß: 113 g/km
Preis: ab 19.790 Euro

Der Beitrag Suzuki SX4 S-Cross Facelift: Mit neuem Gesicht in die zweite Lebenshälfte erschien zuerst auf Magazin von auto.de.

Gesamten Beitrag bei Auto.de lesen.
Share