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Jaguar in der Formel E: Elektrisierende Zukunft

16. August 2016

Eine ruhmreiche Motorsport-Vergangenheit hat Jaguar ohnehin – vor allem mit großen Triumphen bei den 24 Stunden von Le Mans. Jetzt soll eine elektrisierende Zukunft dazukommen, denn ab der Saison 2016/2017 geht die britische Luxus- und Traditionsmarke bei der immer populäreren Formel E mit einem eigenen Team an den Start.

Einen ersten Einblick in sein künftiges Elektro-Racing gewährt Jaguar im Rahmen des diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring, wo einer von zwei brandneuen Formel-E-Boliden und legendäre Jaguar-Rennwagen Seite an Seite zu bestaunen sind. „Jaguar gehört ganz klar in den Motorsport!“ Mit diesen deutlichen Worten unterstreicht Peter Modelhart, Deutschland-Chef von Jaguar Land Rover, die Rückkehr der Briten auf die Rennstrecken in aller Welt.

Paukenschlag in der Formel E: Ab der Saison 2016/17 fährt die britische Traditionsmarke Jaguar in der Rennserie für rein elektrische Formel-Rennwagen mit.

Paukenschlag in der Formel E: Ab der Saison 2016/17 fährt die britische Traditionsmarke Jaguar in der Rennserie für rein elektrische Formel-Rennwagen mit.
Copyright: Gudrun Muschalla

Zwölf Jahre nach dem Ausstieg aus der Formel 1 wird die britische Traditionsmarke ab 9. Oktober 2016 beim „ePrix“ von Hongkong an der dritten Saison der weltweit ausgetragenen Formel E teilnehmen und somit in den Motorsport zurückkehren. Am 10. Juni 2017 wird das 8. von insgesamt 14 Saisonrennen der elektrischen Formel 1 in Berlin stattfinden. Im Vorfeld zu dieser Entscheidung hätte man laut Peter Modelhart genau abgewogen, welche Rennsportklasse am besten zu aktuellen Investitionen ins Produktwachstum passen würde: „Die Formel E erschien uns als strategisch ideal, weil wir hier einen unmittelbaren Kundenvorteil aus dem Renn-Engagement ziehen können. Denn Jaguar Land Rover wird ganz klar in Elektrifizierung und Hybridisierung investieren, und dazu passt die Formel E eindeutig am besten – kommunikativ und technologisch.“ Laut Modelhart verspricht sich Jaguar vom Engagement in der Elektro-Rennserie wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung von Serienautos, etwa in der Hochbelastung.“Im Motorsport herrscht richtig Druck im Kessel, da lernt man am meisten“, sagt Christian Danner, der nicht nur Jaguar-Markenbotschafter ist, sondern auch ein Experte par excellence in Sachen Formel-Rennsport. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer erlebte in den 80er Jahren aktiv das wohl extremste Zeitalter der Rennserie mit bis zu 1.500-Turbo-PS und unglaublich hohen Kurvengeschwindigkeiten.

Den Briten sagt er jetzt ein erfolgreiches Engagement in der neuartigen Elektro-Rennserie voraus, denn: „Jaguar hat eine so große Motorsport-Historie. Dabei ging’s immer ums Gewinnen. Und das traue ich der Marke auch künftig in der Formel E zu.“ Zwar sei bei diesem Motorsport vieles restriktiv festgelegt, jedoch biete die Formel E reichlich Gelegenheit zur Entwicklungsarbeit in Sachen Motor und Getriebe, und genau das mache Jaguar selbst.

Die Elektro-Rennwagen fahren sich laut Christian Danner in etwa wie ein Formel-3-Auto. "Die Beschleunigung aus dem Stand ist unglaublich", sagt der Experte.

Die Elektro-Rennwagen fahren sich laut Christian Danner in etwa wie ein Formel-3-Auto. „Die Beschleunigung aus dem Stand ist unglaublich“, sagt der Experte.
Copyright: Gudrun Muschalla

Mit der Erfahrung von 36 Formel-1-Rennen saß Danner auch schon am Steuer eines neuzeitlichen Formel-E-Autos und kann das bevorstehende Engagement der Marke Jaguar von daher sehr gut einschätzen. „Die Elektro-Rennwagen fahren sich in etwa wie ein Formel-3-Auto. Die Beschleunigung aus dem Stand ist unglaublich, auch die Kurvengeschwindigkeiten mit den breiten Reifen.“ Den fehlenden Motorsound vermisse man nur kurz, denn auf Dauer hätten diese Boliden ihren ganz eigenen Reiz. Mit 200 kW/272 PS und 880 Kilogramm Fahrzeuggewicht werden die Strom-Boliden auch in der dritten Formel-E-Saison 2016/2017 nahezu lautlos, aber extrem flott unterwegs sein: Wie bei allen Elektrofahrzeugen steht das volle Drehmoment aus dem Stand zur Verfügung und sorgt für exorbitante Schubkraft.

Über die Rückkehr Jaguars auf die weltweite Bühne des Motorsports freut sich Jean Todt, ehemaliger Ferrari-Rennleiter und heute Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA: „Mit dem Gewinn Jaguars ist uns und dem elektrischen Auto ein großer Schritt Richtung Zukunft gelungen.“ Man habe die Formel E vor allem ins Leben gerufen, um Automobilherstellern einen alternativen Wettbewerb zu bieten und um die Weiterentwicklung elektrischer Technologien voranzutreiben. Deshalb sei Jaguars Einstieg in die Formel E jetzt eine wichtige Bestätigung für die Rennserie.Über die Art der künftigen Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge von Jaguar Land Rover werde laut Peter Modelhart derzeit noch nichts verraten. Nur soviel lässt der Deutschland-Chef der britischen Premium-Marke bereits durchblicken und verdeutlicht damit Gemeinsamkeiten der künftigen Elektro- und Hybrid-Serienautos mit den Boliden der Formel E: „Jaguar ist und bleibt eine Performance Brand.“

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44. AvD Oldtimer Grand Prix: Himmel und Hölle

15. August 2016

Alle paar Meter steht ein Fahrzeug auf einem Wagenheber oder einer Hebebühne. Überall stehen Reifenstapel herum und Motorhauben offen. Spritkanister und Ölfässer beherrschen die Szene. Frauen und Männer springen in Rennbekleidung oder Monteur-Overalls herum. Das Wetter ist –überraschend – gut. Die Eifel im Jahre 2016 – AvD Oldtimer Grand Prix. Alles ist gut.

Man muss nicht in die Eifel kommen, um richtig teure Oldtimer zu sehen. Aber es ist manchmal eben doch einfacher – und günstiger – als an die Côte d’Azur zu fahren. Bereits am 18. Juni 1927 wurde der Nürburgring eingeweiht, am Ar*** der Welt, auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Adenau. Mitten in der Eifel. Bis ins Jahr 1982 war die ursprüngliche „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ in Betrieb – in ihrer Urform. Ältester Teil der Rennstrecke ist die Nordschleife. Mit Steigungen von bis zu 18 Grad, 73 Kurven, 20,83 Kilometer lang.

44. AvD Oldtimer Grand-Prix

44. AvD Oldtimer Grand-Prix
Copyright: Gerhard Prien

Ihre respektvolle Bezeichnung als „grüne Hölle“ verdankt die Nordschleife dem dreimaligen Formel 1 Weltmeister Jackie Stewart, der ihr Ende der 1960-er Jahre diesen Namen verpasste. Die ehrfürchtige und auch ein wenig ängstliche Bezeichnung wird „der Ring“ vermutlich nie wieder loswerden. Ebenso wie sein Image, dass das Wetter hier beinahe im Minutentakt wechselnde Streckenbedingungen herbeizaubern kann. Regen, Hagel, sogar Schnee wechseln mit halbwegs trockener Strecke ab, selbst sonnig und sogar knallend heiß kann es am Ring werden 2016 meinte das Wetter mit dem AvD Oldtimer Grand Prix gut.

Am Donnerstag hat es noch geregnet – der Freitag war dann trocken, der Sonnabend sogar sonnig und warm. Das freut nicht nur die Rennfahrer und -fahrerinnen, sondern auch die Besucher einer der größten Oldtimer-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.

Schon im alten Fahrerlager gehen den Fans von Altmetall die Augen über. Hier stehen sie, die Preziosen auf vier Rädern, aus Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien und den USA. Nach dem Weg durch den „Tunnel“, in Richtung Fahrerlager, wird es nicht weniger spannend. Da kann man in die Boxengasse schauen, den Mechanikern bei Service- und Reparaturarbeiten über die Schulter schauen, die Blicke über die Boliden schweifen lassen. Hier stehen Fahrzeuge aus allen Klassen, aus allen Generationen. Vorkriegs-Rennwagen sind hier ebenso zu finden wie Tourenwagen und – erstmals – auch Rallye-Fahrzeuge.

44. AvD Oldtimer Grand-Prix

44. AvD Oldtimer Grand-Prix
Copyright: Gerhard Prien

Für jeden ist etwas dabei

In den drei Tagen des Oldtimer Grand Prix rennt hier wirklich alles, was vier Räder hat. Leichtgewichtige Lotus Super 7 ebenso wie von Big Block angetriebene Ford Mustangs, edle Jaguar MK I ebenso wie mattschwarz lackierte Mercedes Flügeltürer im siebenstelligen Preissegment, denen ihr Chrom-Ornat gelassen wurde.

Rund um die Rennstrecke steht alles, was Fans das Wasser in die Augen treibt – und den Mund weit offenstehen lässt. Ferrari, Maserati, Morgan, Lotus, Mercedes, Opel, Ford, VW, Porsche – you name it, we’ve got it.

Zwei angetriebene Räder, vorne oder hinten – Allradantrieb – egal. Alles ist da. Motor vorne, Antriebsaggregat in der Mitte, Maschine hinten – hier am Ring stehen VW Busse einträchtig neben 911-er Porsche und heckgetriebenen Skodas in vollem Renn-Ornat. Boxer- und V-8-Motoren parken einträchtig neben Vierzylinder-Reihenmotoren. Der Sound der laufenden Motoren reicht von schrill-kreischend bis dumpf-bollernd.

Nein, nicht alle fahren mit, bei den Rennen. Manche, wie etwa ein Ford Transit in Gulf-Lackierung oder ein „oller“ Citroen-Bus stehen hier nur einfach so herum, ebenso wie die ein oder andere Piaggio Ape als stilechte Catering-Mobile oder als Promotion-Fahrzeuge für Versicherungen oder als Basis für Kaffee-Stationen.

Es ist beinahe egal, wer in den einzelnen Rennklassen gewinnt. Das Wetter passt für alle, die spannende Rennen am Limit erleben wollen oder einfach nur Autos sehen und erleben wollen – ohne ABS, ESP und ERS. Oder wie dieser ganze Kram auch immer heißen mag, der in den aktuellen Fahrzeugen assistiert sein mag. Die erheblich sicherer sind als die Klassiker, aber erheblich weniger Emotionen wecken.

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Automobile Raritäten und Rennwagen unter dem Hammer

10. August 2016

Einige ganz besondere automobile Pretiosen kommen im September in der Nähe von Wien zusammen – und alle stehen zum Verkauf. 39 edle Sportwagen und Rennboliden kommen bei der Auktion „1.000 Pferdestärken“ im Rahmen der Autorevue Speedparty 2016 unter den Hammer – unter anderem ein ganz besonderer Ferrari 250 Berlinetta.

Bella macchina: Dieser Ferrari 250 GT Berlinetta Ellena wurde aufwändig für die Tour de France für Automobile umgebaut und steht jetzt mit einem Startpreis von 340.000 Euro auf der Auktion.

Bella macchina: Dieser Ferrari 250 GT Berlinetta Ellena wurde aufwändig für die Tour de France für Automobile umgebaut und steht jetzt mit einem Startpreis von 340.000 Euro auf der Auktion.
Copyright: Auctionata

Gut kopiert: Diese Replica des Jaguar E-Type Lightweight aus dem Jahr 1962 ist bei der Auktion auch dabei.

Gut kopiert: Diese Replica des Jaguar E-Type Lightweight aus dem Jahr 1962 ist bei der Auktion auch dabei.
Copyright: Auctionata

Der italienische Beau stammt von 1957 und wurde ursprünglich mit einem zweisitzigen Coupé Aufbau ausgeliefert. Vor etwa 30 Jahren wurde der Wagen auf die Spezifikationen der Tour de France umgebaut – die Tour de France mit Autos? Ganz recht – die Älteren mögen sich erinnern – bis 1985 fand fast ein ganzes Jahrhundert lang unter dieser Bezeichnung auch ein Autorennen statt. Heute heißt die jährlich stattfindende Veranstaltung „Tour Auto Optic 2000“. Der Ferrari erhielt bei seiner Verwandlung das Chassis eines 250 GT vom Typ 508C, welches dem originalen Chassis für das Etappenrennen entspricht. Der Startpreis beträgt 340.000 EuroEin echter Veteran der Rennstrecke ist der angebotene Formel-Rennwagen Brabham BT23-5 von 1967, mit dem Formel 1-Weltmeister Jochen Rindt Ende der 1960er mit neun Siegen die Formel 2 aufgemischt hat. Von insgesamt 22 produzierten Chassis existieren heute nur noch drei. Das auf der Versteigerung offerierte Fahrzeug befindet sich laut Veranstalter in einem komplett restaurierten und rennfähigen Zustand und wird mit einem Startpreis von 160.000 Euro in die Auktion ziehen.

Live-Auktion

Ebenfalls mit von der Partie sind unter anderem eine Replica des Jaguar E-Type Lightweight aus dem Jahr 1962 und einer von 162 gebauten Nash Healey LeMans Roadsters Pininfarina aus dem Produktionsjahr 1953. Auch eine Jubiläumsversion des 333 km/h schnellen Lamborghini Diablo SE 30, ein BMW 2002 Rallye mit FIA Wagenpass und ein Porsche 930 3,3 Turbo von 1978 werden versteigert. Die Auswahl ist groß.Los geht es am 10. September. Von neun bis 15 Uhr können die automobilen Prachtstücke vorab besichtigt werden, bevor es dann zur Sache geht. Moderiert wird die auf der Trabrennbahn Magna Racino in Ebreichsdorf stattfindende Auktion vom Fernsehjournalisten Christian Clerici. Der Auktionskatalog ist in Kürze vollständig auf der Veranstalter-Website einsehbar (http://bit.ly/2aIUxNq). Die Auktion können Interessierte außerdem im Internet auf www.auctionata.com und mit der App ‘Auctionata Live’ in Echtzeit verfolgen und live mitbieten.

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Monterey Car Week: Pilgerstätte für Oldie-Lovers

9. August 2016

Das Städtchen Monterey und der Nachbarort Carmel by-the-Sea und der angrenzende Pebble Beach gehören zur Pilgerstätte für Verehrer älterer Fahrzeuge. Hier findet seit 1950 regelmäßig im August die Monterey Car Week statt, ein Festival klassischer Automobile mit Paraden und Auszeichnungen, mit Ausstellungen von Autos vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Tage und nicht zuletzt mit Versteigerungen rarer Fahrzeuge, die oft für nicht weniger als einen zweistelligen Millionenbetrag unter den Hammer kommen.

Bugatti Typ 51 (1931) - Tazio Nuvolari und Lord Howe - Francis Curzon - in Brooklands im Jahr 1933

Bugatti Typ 51 (1931) – Tazio Nuvolari und Lord Howe – Francis Curzon – in Brooklands im Jahr 1933
Copyright: Bonhams

Am Dienstag, dem 16. August geht es mit der Automobilia Monterey Expo im vornehmen Embassy Suites-Hotel los, wo rund 45 Händler ihr Angebot an Kühlerfiguren, Markenzeichen, Schriftzügen, Prospekten und Fachbüchern bei der größten Messe ihrer Art in den USA anbieten. Am gleichen Tag macht auf der dann gesperrten Ocean Avenue in Carmel by-the-Sea der Verkehr Platz für die erste Vorstellung begehrter Oldies aus aller Welt für staunendes Publikum. Der Eintritt ist frei, was für die wenigsten Veranstaltungen der Woche gilt. Bei einigen Events sind Ticketpreise von 450 Dollar und mehr an der Tagesordnung. Danach beginnt ein schier endloser Ausstellungs- und Kongressreigen, dieses Jahr von der Little Car Show mit über 100 japanischer Kleinwagen, die mindestens 30 Jahre oder älter sind, bis zum von der Bank Credit Suisse ausgerichteten Pebble Beach Classic Car Forum, wo es um Trends in der Szene geht.

Seit 2009 veranstaltet der BMW Car Club of America ein Event namens Legends of the Autobahn. Ein Jahr später gesellte sich der Mercedes Club of America hinzu und schließlich 2012 der Audi Club of North America. Alle drei – normalerweise heftige Konkurrenten – veranstalten diesmal im vornehmen Nicklaus Club-Monterey in trauter Eintracht Präsentation und Parade von Autos, die in den tempolimitierten USA mit neidvollem Blick über den großen Teich als „German alternative“ angesehen werden. Der Eintritt ist frei, Parken kostet 20 Dollar.

Zahlreich und Aufsehen erregend auch die vielen Paraden alter und neuer Autos, die am Sonntag mit dem Pebble Beach Concours d’Elegance ihren Höhepunkt erleben und der gleichzeitig das Finale der Woche ausmacht. Dabei geht es ausschließlich um Schönheit und detailgetreue historische Genauigkeit der teilnehmenden Autos und Motorräder. Treffpunkt ist der Golfplatz des Hotels The Lodge at Pebble Beach, wo für den Eintritt 375 Dollar und das VIP-Ticket 750 Dollar pro Person auf den Tisch des Hauses zu blättern sind. Mit einigen Extras wie Getränken, Mahlzeiten und ein paar Memorabilia ist das sogenannte Chairman’s Hospitality Paket zu haben. Kostenpunkt: 2500 Dollar.

Ebenso zahlreich wie diese Paraden sind die Versteigerungen während der Monterey Car Week, veranstaltet von den renommiertesten Auktionshäusern der Welt. Im vergangenen Jahr belief sich der in Monterey erzielte Betrag auf fast eine halbe Milliarde Dollar, in diesem Jahr könnte es sogar noch eine Handvoll mehr werden. Denn die Zahl der Highlights ist gewaltig, sämtliche Höhepunkte einzeln aufzuzeigen würde ein Buch füllen. Rund 100 Ferrari sind dabei, viele Mercedes, Shelby, Maserati, Jaguar, Aston Martin oder Duesenberg. Ganz zu schweigen von den Höhepunkten amerikanischer Autokunst aus den Jahren zwischen den Weltkriegen und den 1950er und 1960er Jahren sowie berühmte Wettbewerbswagen aus der europäischen Renngeschichte. Auch einige Fahrzeuge, die einst in der Garage berühmter Persönlichkeiten standen, warten auf neue Besitzer.

1962er Maserati 3500 Elizabeth Taylor.

1962er Maserati 3500 Elizabeth Taylor.
Copyright: Mathieu Heurtault Courtesy of Gooding & Company

• Zum Beispiel der Maserati 3500 GT von Elizabeth Taylor (1932 – 2011). Die Schauspielerin brachte es auf acht Ehen mit sieben verschiedenen Männern (mit dem Briten Richard Burton war sie zweimal verheiratet). Ihr kürzestes Verhältnis aber war wohl das mit ihrem Maserati. Den bekam sie von ihrem vierten Ehemann Eddie Fisher zu Weihnachten nachdem sie ihm zum Geburtstag einen olivgrünen Rolls-Royce geschenkt hatte. Die Freundschaft zum neuen Sportwagen währte jedoch nur eine Viertelstunde. Liz machte eine kurze Probefahrt um den Block und drückte Eddi danach die Schlüssel enttäuscht vom hart gefederten Sportwagen in die Hand. Fisher wiederum verscherbelte dann das Auto an seinen Kollegen Anthony Quinn, der es mit nach Beverly Hills nahm und neben seinem Facel Vega parkte. Später erhielt der Maserati 3500 GT eine Restauration, die ihn reif für jeden Concours d’Elegance machte. Am Samstag, dem 20. August, wird er bei Gooding and Company versteigert. Das Unternehmen hofft, zwischen 400 000 und einer halben Million Dollar zu erzielen.

• Zum Beispiel ein Lincoln Continental Cabrio aus dem Jahr 1961, das Ford der damaligen First Lady der USA, Jacqueline Kennedy, mit zahlreichen Extras des Secret Service ausstaffiert als Leihgabe überreichte. Nach dem Attentat auf den Präsidenten im November 1963 – ausgerechnet in einem Lincoln Continental Cabrio – war der Name Kennedy mit diesem Modell auf traurige Weise noch mehr verbunden, der glamouröse Nimbus der offenen Version verdorben. Später entfernte der Geheimdienst seine speziellen Extras aus Jacquelines Lincoln, und das Auto wurde als Gebrauchtwagen verkauft. Kürzlich erhielt es eine Renovierung und wird jetzt von Mecum Auctions in Monterey zu einem Schätzpreis von 100 000 bis 150 000 Dollar neben einem Ferrari LaFerrari (3,9 bis 4,5 Millionen) und einem Aston Martin Vulcan (2,3 bis 3,3 Millionen) versteigert. Insgesamt will Mecum in Monterey 600 Fahrzeuge unter den Hammer nehmen.

• Zum Beispiel der Porsche 935 von 1979, den Gooding & Company neben 139 weiteren automobilen Pretiosen am 20. und 21. August versteigern möchte. Der Rennwagen ist eines der wichtigsten Modelle in der Porsche-Geschichte. Mit ihm kam der damals 54jährige Schauspieler Paul Newman zusammen mit Teameigner Dick Barbour und Rolf Stommelen bei seinem Einsatz für die 24 Stunden von Le Mans auf einen viel beachteten zweiten Platz. Das gleiche Auto beendete zwei Jahre später mit anderen Fahrern als Sieger die 24 Stunden von Daytona und die von Sebring und nach einer aufwändigen Restauration 2007 als Erster den Concours d’Elegance von Amelia Island. Wieviel er kosten wird, steht noch in den Sternen.

1962 - Shelby 260 Cobra CSX 2000

1962 – Shelby 260 Cobra CSX 2000
Copyright: Darin Schnabel Sotheby’s

Den Auktionatoren von Sotheby’s kennen bei der Schätzung für den Wert eines Fahrzeugs normalerweise keine Hemmungen, auch wenn der in die Millionen geht. Bei einem der Stars ihrer Versteigerung in Monterey scheint es ihnen aber den Atem verschlagen zu haben. „ESTIMATE: PRICELESS“ steht in Großbuchstaben unter der Beschreibung für das Auto mit der Losnummer 117. Es handelt sich dabei um einen Shelby 260 Cobra aus dem Jahr 1962. Nicht um irgendeinen Shelby 260 Cobra, sondern um den CSX 2000, das allererste von Carroll Shelby höchstpersönlich veredelte Modell eines AC Cobra. Der Wagen landete im Februar 1962 per Luftfracht ohne Motor und Getriebe aus England kommend auf dem Flughafen von Los Angeles, woraufhin ihm Shelby einen Ford V8-Zylinder mit 4,3 Liter Hubraum und 194 kW – 264 PS einpflanzte. „Dieses Auto zu versteigern“, so ist bei Sotheby’s voller Ehrfurcht zu hören, „ist etwa so, als nähme man das Original der Mona Lisa oder die amerikanischen Unabhängigkeitserklärung unter den Hammer.“

Von den rund 150 Exemplaren edelster Old- und Youngtimer bei Sotheby’s befinden sich allein 21 Ferrari, sieben Mercedes, sieben Shelby, zwölf Maserati drei Jaguar und ein Alfa Romeo. Drei davon könnten einen zweistelligen Millionenbetrag einbringen.

Die beiden teuersten Objekte stammen aus England beziehungsweise aus Italien. Was für die Franzosen der Bugatti Atlantic, das war für die Italiener der Alfa Romeo 8C 2900B Lungo Spider von 1939: der ultimative Sportwagen seiner Generation. Von diesem Fahrzeug existieren heute schätzungsweise nur noch zwölf Exemplare, von denen eins am Ende der Monterey Car Week für einen Schätzpreis zwischen…

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Aston Martin plant Gegner für Ferrari 488 GTB: Mittelmotor-Supersportwagen für 2022

06/2014, Aston Martin DP-100 Vision Gran Turismo Concept

Der DB11 ist erst der Anfang. Aston Martin erneuert bis 2022 sein Produktportfolio und wirft neue Sportwagen auf den Markt – darunter das Hypercar AM-RB 001. Es soll aber noch ein weiterer Supersportwagen hinzukommen. Einer, der für eine größere Käuferschicht zugänglich ist, und mit dem Ferrari 488 GTB konkurriert.

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