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Projekt Nordschleife: Hyundai will den Hattrick

Mercedes gegen Ferrari – das ist das Traumduell in der Formel 1, das die Motorsport-Fans auf der ganzen Welt elektrisiert. Die technisch hochgerüsteten Boliden von Nico Rosberg oder Sebastian Vettel haben aber nichts mit den Straßenrennern der renommierten Marken zu tun. Dennoch schlägt sich der Formel-1-Erfolg aufs Auto-Geschäft nieder. Doch wo auf der Rennstrecke gibt es den sportlichen Wettbewerb mit seriennahen Autos? Ganz einfach: Wer Motorsport zum Anfassen sucht, der kommt Jahr für Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings auf seine Kosten.

Heiß auf die "Grüne Hölle": Markus Schrick, der Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, freut sich auf den Start beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Heiß auf die „Grüne Hölle“: Markus Schrick, der Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, freut sich auf den Start beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.
Copyright: Hyundai

Viele Hersteller werben dort für ihre Fahrzeuge, die der Kunde im Serientrimm auch kaufen kann. Besonders der Autobauer Hyundai spielt bei dem Klassiker in der Eifel eine Hauptrolle. Die Marke hat 2014 mit dem Veloster Turbo und 2015 mit dem i30 Turbo in der SP2T-Klasse den Ton angegeben. Jetzt soll der Hattrick gelingen, also der dritte Sieg in Folge. Was aber macht für einen Hersteller wie Hyundai den Reiz dieses Rennens aus? „Wir haben nicht nur viele Erfolge eingefahren, sondern auch wichtige Erkenntnisse in die Entwicklung unserer Serienfahrzeuge einfließen lassen können“, sagt Markus Schrick, der Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland und Initiator des Nordschleifen-Projekts. Der Manager weiß, wovon er spricht, schließlich greift er bei den VLN-Läufen und den 24 Stunden selbst ins Lenkrad.

Getreu dem Motto „Never change a winning team“ ist Hyundai auch 2016 (28./29. Mai) mit den seriennahen, 230 PS starken Rennwagen i30 Turbo und Veloster Turbo am Start. Neben der Schnelligkeit sollen vor allem die Qualität und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge im Motorsport unter Beweis gestellt werden. Die Botschaft dahinter ist bei allen Herstellern die gleiche: Autos, die sich unter härtesten Bedingungen auf der Rennstrecke bewähren, sollen später auch den Kunden auch auf der Straße überzeugen und begeistern.

Seriennaher Motorsport: Autobauer Hyundai setzt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit des i30 Turbo.

Seriennaher Motorsport: Autobauer Hyundai setzt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit des i30 Turbo.
Copyright: Hyundai

Also alles Werbung und cleveres Marketing?

Mitnichten, wie Markus Schrick erklärt: „Mehr als 80 Prozent der Antriebsbauteile gleichen denen der Ausgangsbasis.“ Komponenten wie Motor, Getriebe, Antriebswellen, Achsteile oder die hinteren Bremsscheiben stammen aus der Hyundai-Serienproduktion und haben sich laut Markus Schrick „auch bei den bis zu 24 Stunden dauernden, herausfordernden Rennen auf dem Nürburgring bestens bewährt“. Teamchef Peter Schumann ergänzt: „Die enge Verwandtschaft zum Straßenauto bringt bei der Zuverlässigkeit einen großen Vorteil mit sich.“Bereits seit 2013 setzt Hyundai den Veloster Turbo im Motorsport ein. In drei Rennjahren hat das kompakte Coupé etwa 20.000 Rennkilometer auf der Nordschleife zurückgelegt. Das entspricht Berechnungen der Techniker nach einer Belastung von über 300.000 Kilometern im normalen Straßenverkehr. Bei einer Revision des Turbomotors und des Seriengetriebes nach 75 Einsatzstunden wurde ein „normales Verschleißbild“ festgestellt, heißt es. Das werten die Experten als Zeichen für die Qualität und Haltbarkeit des Triebwerks. Der 1,6 Liter große Vierzylinder der Gamma-Motorengeneration kommt ebenfalls im i30 Turbo zum Einsatz.

Den Fan und vielleicht späteren Kunden interessieren aber auch die Unterschiede zwischen dem Fahrzeug auf der Rennstrecke und auf der Straße. Da ist vor allem Innenraum, der bei dem Rennwagen weitgehend leergeräumt wird. Dort sitzt der Fahrer in einem alles andere als bequemen Kohlefaser-Schalensitz, der außerdem von einem Überrollkäfig aus 40 Meter hochfestem CrMo4-Stahl umschlossen wird. Diese Strapazen nimmt jeder Rennfahrer aber gerne in Kauf, denn Sicherheit steht bei allem sportlichen Ehrgeiz für jeden Hersteller vor allem in der „Grünen Hölle“ an erster Stelle.Und dass seriennaher Motorsport gut ankommt, belegen allein schon die Zuschauerzahlen. Rund 200.000 Fans pilgern alljährlich zum 24-Stunden-Spektakel auf dem Nürburgring. Da kann auch die Formel 1 in Deutschland nicht mithalten – trotz Nico Rosberg und Sebastian Vettel.

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Autonarr, Querdenker, Winzer: Vor 100 Jahren wurde Ferruccio Lamborghini geboren

An der Ehrfurcht vor diesen Boliden ändert es nichts, dass seine Autos zuweilen als „Lambordjienis“ bezeichnet werden. Nicht jeder kann mit den Feinheiten der italienischen Zunge vertraut sein. Ferruccio Lamborghini, der Gründer der legendären Sportwagen-Manufaktur, wäre am 28. April 100 Jahre alt geworden. Außer rassigen Coupés hat er der Welt noch Traktoren, Bootsmotoren, Klimaanlagen und edlen Wein hinterlassen.

Der Multiunternehmer kam in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bologna als Sohn eines Bauern zur Welt. Schon als Kind begann er sich für Technik zu interessieren und schon bald nach dem Studium wurde er beim Militär mit der Reparatur von Einsatzfahrzeugen betraut. Ausgemustertes Krieggerät wurde auch zur Grundlage für seine Unternehmer-Karriere. Er kaufte alte Militärfahrzeuge auf und baute sie zu Schleppern für die Landwirtschaft um. An diesen traktorähnlichen Gefährten herrschte im Nachkriegs-Italien großer Mangel. Es folgten Eigenentwicklungen für Traktoren und Motoren. Die Firma Lamborghini Trattrice gedieh prächtig, bot als erste Aggregate mit Direkteinspritzung an und war bald Italiens größter Traktorenhersteller. Als er bei einem Besuch in den USA einen Bedarf von Heizungen und Klimageräten entdeckt hatte, gründete Lamborghini für Fertigung und Export eine weitere Firma.

Mit Ferraris nicht zufrieden

Dass er sich als erfolgreicher Unternehmer und Autonarr eine ganze Flotte an Sportwagen zulegte, war keine Überraschung. Die Ferrari in seinem Besitz machten ihm aber nicht nur Freude. Intensiv dachte er über die Beseitigung der häufig auftretenden Kupplungsprobleme nach, da ihm seine Werkstatt auch nicht das gewünschte Ergebnis liefern konnte. Auf dem „kleinen Dienstweg“, quasi von Chef zu Chef, suchte Ferruccio Lamborghini schriftlich den Kontakt zu Enzo Ferrari, doch das Temperament des Commendatore ließ es nicht zu, dass der sich ernsthaft mit vermeintlich nachrangigen Problemen eines Kunden auseinander setzte. Vielmehr soll Enzo Ferrari einen Wutanfall bekommen haben. „Von einem Treckerfahrer“, so die Überlieferung, lasse er sich nicht vorschreiben, wie er seine Autos zu bauen habe.

Der mit nicht weniger Selbstbewusstsein als Ferrari ausgestattete Lamborghini konnte solch eine Überheblichkeit nicht hinnehmen. Sein Entschluss: Unter eigenem Namen würden künftig leistungsstärkere und zuverlässigere Sportwagen gebaut als Ferrari sie anbot. Und weil dem Wappentier der roten Renner, dem aufbäumenden Pferd, etwas Gleichwertiges entgegengesetzt werden musste, suchte und fand Lamborghini es in der spanischen Stierkampf-Historie. Beim Kampf am 5. Oktober 1879 in der Arena von Córdoba war der Stier Murcièlago von 24 Lanzenstößen verwundet noch immer nicht zusammengebrochen, worauf das Publikum seine Begnadigung durchsetzte. Murcièlago wurde ab 2011 auch der Name des Lamborghini-Spitzenmodells.

Lamborghini Miura.

Lamborghini Miura.
Copyright: Auto-Medienportal.Net/Lamborghini

1963 eröffnete die Automobil-Manufaktur in St’Agata, das erste Modell hieß 350 GT. Dessen Zwölf-Zylinder-Motor wurde von Giotto Bizzarrini entwickelt, der zuvor schon in Ferraris Diensten gestanden hatte. Ein Paukenschlag in Technik und Design war der Lamborghini Miura, der 1966 mit einem quer eingebauten Zwölf-Zylinder-Mittelmotor aufwartete. Der 3,9 Liter große Motor des Modells Espada von 1968 war der Ursprung für die marinen Ambitionen Lamborghinis. Ab 1970 wurden die Aggregate bei Offshore-Bootsrennen eingesetzt.
Zwar konnten Lamborghinis Rennwagen die verhassten Ferraris bei vielen Rundstrecken-Wettbewerben hinter sich lassen, den Straßenautos gelang das in puncto Qualität und Zuverlässigkeit nicht immer. Ölkrise und der gescheiterte Versuch, das Acht-Zylinder-Modell Urraco zu platzieren, brachten die Firma in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mehrere Eigentümerwechsel – darunter auch Chrysler – waren für Automobili Lamborghini die Folge, bis Audi 1998 den Sportwagenhersteller übernahm.

Weingut in Umbrien

Das Weingut in Umbrien, das sich Ferruccio Lamborghini zunächst als Hobby zugelegt hatte, wurde fortan zu seinem Hauptbetätigungsfeld. Den amtlichen Vorgaben des offiziell anerkannten Weinbaus mochte sich der eigenwillige Winzer aber nicht unterordnen. Die typischen Rebsorten seines Anbaugebietes verschnitt er mit importiertem französischem Cabernet Sauvignon, wodurch diese Erzeugnisse als „untypisch hergestellte Weine“ eingestuft wurden und ihnen die DOC-Klassifizierung versagt blieb. Allerdings durfte Lamborghini, der am 20. Februar 1993 im Alter von 76 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes starb, noch erleben, dass Kenner seinen „Landwein“ sehr schätzten und in Deutschland bis zu 40 Euro pro Flasche dafür zahlten.

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