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Vorstellung Alfa Romeo Giulia: Giuliettas große Schwester

22. Juni 2016

Sie hat ihre Liebhaber lange warten lassen, doch wer sich einmal in seine Angebetete verguckt hat, der hat Zeit. Und schließlich ist die Vorfreude bekanntlich die größte Freude. Endlich startet jetzt wieder eine Giulia in der Alfa-Romeo-Modellpalette durch und zeigt, wie man in Italien das Segment sportliche Limousinen definiert. „Endlich“, stöhnen auch die Fans der Marke, die sich auch durch die Irrungen und Wirrungen der vergangenen Jahre nicht von ihre Leidenschaft haben abbringen lassen. Die Giulietta hat nun endlich eine große Schwester bekommen.

Die Liebhaber der Marke, die 1910 nach einigen Problemen mit dem ursprünglichen Gründer Alexandre Darracq in Mailand an den Start ging, sind offensichtlich mit einem ganz speziellen Geduld-Gen ausgestattet. Sie leiden und warten, und wenn am Ende – wie jetzt – wieder ein echter Alfa Romeo steht, greifen sie zu und vergessen die Vergangenheit. Das Segment Sportlimousine wurde einst von Alfa geprägt, auch wenn damals niemand in diesen Kategorien dachte. Kern diese Klasse war die Giulia, eine dynamisch ausgelegte Limousine, in der Vater zeigen konnte, wie viel Rennfahrer in ihm steckte.

Alfa Romeo Giulia

Alfa Romeo Giulia
Copyright: Alfa Romeo

Nach langer Unterbrechung rollt mit der aktuellen Giulia wieder ein als Limousine getarnter Sportler auf die Straße, bei dem sich die Entwickler auf die klassischen Werte besonnen haben. Die Antriebsachse liegt natürlich hinten, auch wenn inzwischen viele Mitbewerber den Frontantrieb für sich entdeckt haben. Zwar hatte Alfa die Nachfolger der legendären ebenfalls mit Frontantrieb auf die Reise geschickt, doch nach dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, setzen die Ingenieure heute wieder auf den traditionellen Heckantrieb.

Alfa Romeo hat seinem Klassiker bei der Neuauflage ein markentypisches Design gegönnt, das irgendwo zwischen der klassischen Formensprache und dem dynamischen Auftritt à la Italia liegt. Zum Glück verzichteten sie dabei auf nostalgische Zitate beim Design. Der typische Kühlergrill samt Markenzeichen dominiert die Frontpartie des rund 1,5 Tonnen schweren Viertürers. Im Innenraum herrscht wohltuende Nüchternheit. Vor dem Fahrer liegt eine übersichtlich angeordnete Instrumentensammlung, und Hebel und Schalter sind da, wo man sie erwartet. Die Geschwindigkeit wird gleich doppelt angezeigt. Neben einem großen Rundinstrument informiert eine Digitalanzeige über das aktuelle Tempo.

. Die gewählten Materialien des Innenraums machen einen wertigen Eindruck und entsprechen dem Standard in diesem Segment. Die wohlgeformten Sitze gestalten den Aufenthalt für Fahrer und Passagiere dank der guten Seitenführung und der angenehmen Polsterung (nicht zu hart oder zu weich) problemlosen Erlebnis. Bei der Ausstattung hielten sich die Italiener nicht zurück und spendierten der Sportlimousine bereits in der Basis-Version unter anderen einen Tempomat, Klimaautomatik und Leichtmetallräder

Allerdings müssen sich Giulias Freunde vorerst an eine neue Geräuschkulisse gewöhnen, denn ihre Giulia hat sich…

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Rares Stück: 30 Alfa Romeo Spider 4C Speciale für Deutschland

15. Juni 2016

Speziell für den deutschen Markt legt Alfa Romeo eine Sonderserie des 4C Spider auf. Der 177 kW/240 PS starke Roadster bekommt eine Ausstattung mit Motorsport-orientierten Extras, die im Serienmodell so nicht kombinierbar sind.

Das Angebot ist jedoch eher frugal, ganze 30 Exemplare will die italienische Traditionsmarke auf den Markt bringen.

Der ganz in Schwarz lackierte 4C Spider Speciale bekommt unter anderem Sitzbezüge aus einer schwarzen Leder- und Mikrofaser-Kombination, die von gelben Kontrastnähten und geprägten Marken-Logos geschmückt werden. Leder umhüllt außerdem das Armaturenbrett. Carbon-Applikationen verzieren den Innenraum und die Verkleidung des Überrollbügels hinter den Sitzen. Der zusätzliche Lufteinlass aus gleichem Werkstoff und die Sportabgasanlage schärfen das Ansaug- und Auspuffgeräusch des Vierzylinder-Turbos.

Die Fahrdynamik eines Gokarts verspricht Alfa mit dem Sportfahrwerk und den vorne 18 und hinten 19 Zoll großen Leichtmetallrädern. Die Bremszangen sind gelb lackiert, Parksensoren und Geschwindigkeitsregelanlage komplettieren die Ausstattung des Spider Speciale. Das limitierte Editionsmodell kostet 77.000 Euro, Alfa verspricht einen Preisvorteil von mehr als 7.000 Euro.

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Honda Civic Type R: Ein waschechter Racer

14. Juni 2016

Honda hat mit dem Civic Type R zum Angriff in der Klasse der sportlichen Kompakten geblasen: Deutlich mehr Leistung und eine ausgefeilte Aerodynamik sollen das 1997 eingeführte Sportmodell zum Rennwagen für die Straße machen. Und da sich Rennwagen stets an Rundenzeiten messen lassen müssen, haben die Japaner jetzt eine Serie von Rekordversuchen auf fünf Rennstrecken Europas absolviert – mit Erfolg.

Vom Kompaktsportler zum Racer für die Straße: Der aktuelle Honda Civic Type R (links) hat bei der Leistung gegenüber den Vorgängern um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Vom Kompaktsportler zum Racer für die Straße: Der aktuelle Honda Civic Type R (links) hat bei der Leistung gegenüber den Vorgängern um mehr als 50 Prozent zugelegt.
Copyright: Honda

Voraussetzung dafür war eine beachtliche Leistungsspritze, die Honda dem Civic Type R auf Basis der neunten Modellgeneration im vergangenen Jahr verpasst hat. Die Entwicklung verdeutlicht ein Vergleich mit den Sportmodellen des VW Golf: Bei der Einführung 1997 lag der Japaner mit 185 PS auf Augenhöhe des GTI. Und auch die schärfer gemachten Varianten der siebten und achten Civic-Generation reihten sich mit 200 und 201 PS brav in der Liga der sportlichen Kompakten ein.

Doch bei der Entwicklung des aktuellen Modells packt der nach eigenen Angaben weltweit größte Motorenhersteller die Turbo-Keule aus: Aus dem identischen Hubraum von zwei Liter kitzeln die Ingenieure nun 310 PS und hieven den Type R kurzerhand eine Klasse höher – in die Regionen der „Racer“ vom Schlage eines VW Golf R, Audi RS3 oder Ford Focus RS. Dementsprechend verbessert sich die Performance: Statt der 6,6 Sekunden des Vorgängers absolviert der aktuelle Type R den Standard-Sprint auf Tempo 100 nun in nur 5,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit erhöht sich um 35 auf jetzt 270 km/h.

Der Unterschied: Während die Wettbewerber bei den aktuellen Modellen auf vier angetriebene Räder setzen, bleibt es beim Civic Type R beim Frontantrieb. Und genau in dieser Fahrzeugklasse tritt der Japan-Renner bei der aktuellen Rekorde-Jagd an. Ausgangspunkt für die jetzige Kurven-Hatz auf Zeit quer durch Europa war die Bestzeit des Prototypen für das aktuelle Modell des Type R im Mai 2014 auf der Nordschleife des Nürburgrings. Der setzte mit 7 Minuten und 50,63 Sekunden auf der 20,8 Kilometer langen Berg- und Talfahrt in der Eifel einen neuen Bestwert für Fronttriebler. Und damit war der Ehrgeiz der Marke geweckt. Wenn wir hier schnell sind, sind wir es auf anderen Strecken auch, so der Tenor.

Was folgte war eine Europa-Tour mit Stippvisiten auf den legendärsten Renn-Strecken des Kontinents: Im April 2016 startete das ambitionierte Unterfangen im englischen Silverstone, wo sich der britische Rennfahrer Matt Neal im Civic Type R mit einer Zeit von 2 Minuten und 31,85 Sekunden in den Annalen des Traditionskurses verewigte. Gleiches gelang im Anschluss seinem Landsmann und Fahrer in Hondas Rennteam für die FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) Rob Huff, der im belgischen Spa-Francorchamps eine Zeit von 2 Minuten und 56,91 Sekunden in den Asphalt brannte. Und auch in Estoril legte der Portugiese Bruno Correia bei seinem Heimspiel mit 2 Minuten und 4,08 Sekunden eine Zeit hin, die sich gewaschen hatte. Bis hierher ging es jedoch nicht darum, bestehende Bestzeiten zu knacken, sondern zunächst einen Wert vorzulegen.

Die berüchtigte Eau Rouge souverän gemeistert: Der Civic Type R bei seiner Rekordfahrt in Spa-Francorchamps.

Die berüchtigte Eau Rouge souverän gemeistert: Der Civic Type R bei seiner Rekordfahrt in Spa-Francorchamps.
Copyright: Honda

Anders gestaltet sich die Situation dann auf den Kursen im italienischen Monza und auf dem Hungaroring nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest. Denn dort hatten Alfa Romeo mit der Giulietta und Ford mit dem Focus RS bereits Duftmarken gesetzt. Auf diesen beiden Strecken kam dem Ungarn Norbert Michelisz – ebenfalls von Hondas WTCC-Rennteam – zum Einsatz. Und der unterbietet die Rundenzeiten der Konkurrenz nicht nur, er lässt sie als geradezu lahm erscheinen – für Rennsport-Verhältnisse wohlgemerkt.

In Monza ist der 32-Jährige mit dem Civic Type R mit 2 Minuten und 15,16 Sekunden ganze 20 Sekunden schneller als die bislang führende Giulietta. Und auch auf dem Hungaroring stellt der Japan-Racer mit 2 Minuten und 10,85 Sekunden die Vorgänger-Generation des Ford Focus RS deutlich in den Schatten und verbessert den bestehenden Rekord um knapp 13 Sekunden. Und weil Ford beim neuen RS auf Allradantrieb umgesattelt hat, kann der auch nicht kontern – eine geschickte Streckenauswahl der Japaner. Und so kann Honda jetzt mit Fug und Recht behaupten, vergleichbare Wettbewerber auf der Rennstrecke in Grund und Boden zu fahren. „Die Resultate verdeutlichen den besonderen Status des Civic Type R im Segment der Fronttriebler. Dank der Unterstützung unserer Tourenwagen-Stars haben wir gezeigt, dass wir mit dem Civic Type R einen ultimativen Rennwagen für die Straße entwickelt haben“, erklärt Philip Ross, Senior Vice President von Honda Motor Europe.

Kein Rekord ist für die Ewigkeit, doch Honda stellt mit der Demonstration der Leistungsfähigkeit seines Civic Type R auf der Rennstrecke in jedem Fall klar: Das Modell ist in der Riege der echten Racer angekommen. Glückwunsch Civic.

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